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Auch die Calluna-Park-Bewohner (v.l.) Doris Kornmüller, Eva Hapka und Ingrid Bernau-Meinert fühlen sich beim Überqueren der Ewaldstraße nicht sicher und fordern einen Fußgängerüberweg.

Ewaldstraße

Calluna-Park-Bewohner fordern Zebrastreifen

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OER-ERKENSCHWICK - Die Wohnungen sind barrierefrei. Aber die Ewaldstraße ist auf dem Weg zur City für Calluna-Park-Bewohner ein großes Hindernis. Sie fühlen sich nicht sicher und fordern einen Zebrastreifen.

Nicht nur ältere Mitbürger machen jetzt mobil. In der Siedlung leben auch viele Familien mit kleinen Kindern und Menschen mit Handicap in einem Lebenshilfe-Wohnhaus. Mechthild Kaschinski (70) wohnt an der Straße „Am Förderturm“ und hat in der Siedlung in den vergangenen Tagen etliche Klinken geputzt, um Mitstreiter für eine Initiative zu finden: „Alle, die ich gesprochen habe, finden, dass es höchste Zeit wird für einen Zebrastreifen. Viele Autofahrer halten sich nicht an das Tempo-30-Limit, manche kommen mit 70 oder 80 Stundenkilometern angefahren.“

Die Nachbarinnen aus den Mehrfamilienhäusern an der Ewaldstraße sehen das genauso. „Ich traue mich mit meinem Rollator nicht über die Ewaldstraße, die Autos fahren viel zu schnell“, meint Ingrid Bernau-Meinert (79). Stattdessen nimmt auch Eva Hapka (59), die auf Gehhilfen angewiesen ist, notgedrungen den Umweg über den Ewald-Kreisel in Kauf. „Was habe ich davon, wenn in sieben Jahren die Innenstadt attraktiver wird, wir brauchen jetzt einen Zebrastreifen“, sagt Doris Kornmüller (79).

Verzögerungen beim Endausbau

Vor knapp zwei Jahren berichtete diese Zeitung schon einmal, dass Senioren dort einen Zebrastreifen fordern. Die Stadt reagierte und veranlasste einer Verkehrszählung an der Gefahrenstelle gemacht. „Der Bedarf für einen Fußgängerüberweg ist gegeben, wir haben das im vergangenen Jahr beim Kreis als Straßenbaulastträger angeregt“, sagt Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. Passiert ist bisher allerdings noch nichts. Das hat einen Grund: Kreis RE, Stadt und der Erschließungsträger RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI) haben eine Vereinbarung geschlossen, dass der Fußgängerüberweg Bestandteil des Endausbaus der Straße „Zum Förderturm“ wird. Der ist zum Ärger der Anwohner aber noch nicht erfolgt.

Projektleiter Volker Duddek (RAG MI) räumte durchaus Verzögerungen beim Endausbau ein. „Wir müssen Ende September noch eine Fernwärmeleitung verlegen. Ich hoffe, dass es dann noch dieses Jahr losgehen kann.“ Eine Baufirma hat die RAG MI allerdings noch nicht für die Fertigstellung der Baustraße gefunden. Duddek: „Im Vergleich zu einem Kostenvoranschlag von vor vier Jahren, sind die Preise inzwischen wegen der großen Nachfrage um 50 bis 100 Prozent gestiegen.“

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