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Die Fernwärmekunden im Calluna-Quartier sind verärgert.

Fernwärme

Calluna-Siedler sind verärgert

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OER-ERKENSCHWICK - „Die Wärmeversorgung des Calluna-Quartiers ist auch nach dem 1. Januar sichergestellt.“ Dieser Satz in einer Pressemitteilung des Unternehmens Innogy, das nach der Insolvenz der Fernwärmegesellschaft Oer-Erkenschwick (FOE) vor gut zwei Jahren künftig die Rolle des Versorgers in dem Neubaugebiet übernimmt, sorgt teils für Verärgerung unter den dortigen Siedlern.

„Wir hatten in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Ausfälle im Fernwärmenetz. Zuletzt Anfang Dezember, und davor blieben die Häuser im November kalt“, empört sich beispielsweise Hauseigentümer Matthias Freitag. Die Fernwärme, die viele Siedler und Mieter im Calluna-Quartier beziehen, entsteht als „Abfallprodukt“ der Grubengas-Verstromung am ehemaligen Zechenstandort in Rapen durch das Unternehmen Minegas. Das heiße Wasser wird dann durch ein vom Energieversorger Innogy betriebenes Rohrnetz zum Calluna-Quartier geführt.

Dort wurde die Wärmeenergie dann bis zur Insolvenz vor etwa zweieinhalb Jahren durch die FOE vertrieben. Die – laut Anwohnern nicht störungsfreie – Wärmeversorgung lief aber trotz der Pleite weiter. Für Verärgerung nicht nur bei Anwohner Matthias Freitag sorgte nun in dem Zusammenhang die Aussage des städtischen Beigeordneten, den Siedlern sei mitgeteilt worden, dass sie für eine Endabrechnung zu einem späteren Zeitpunkt finanzielle Rücklagen bilden sollen. „Wir haben dazu von niemandem eine offizielle Unterrichtung erhalten“, sagt Freitag.

Bürgermeister Carsten Wewers bestätigt das. „Wir haben aber den Hauseigentümern und Vermietern, die sich ans Rathaus gewandt haben, zu den Rücklagen geraten. Allerdings ist die Stadt nicht der Energielieferant“, sagt Wewers. Das wird künftig Innogy sein. Das Unternehmen hat angekündigt, die Fernwärmekunden „in den ersten Wochen des neuen Jahres“ zu einer Infoveranstaltung einladen zu wollen. Die Siedler warten mit Spannung darauf, denn sie haben viele Fragen. Zum Beispiel zu dem „Ersatzkraftwerk“ in Form eines Dieselgenerators oder zur grundsätzlichen Zahlungspflicht. Ein Termin für die Infoveranstaltung steht laut Innogy aber noch nicht fest.

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