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Die vorbereitenden Arbeiten für den Abriss des ehemaligen Gaststättengebäudes und den Neubau von 25 Fertighäusern haben am Nußbaumweg bereits begonnen.

25 Fertighäuser

Gaststätte wird bald abgerissen

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OER-ERKENSCHWICK - Die Tage des Gebäudes der ehemaligen Gaststätte Schneider am Nußbaumweg, in dem zuletzt ein asiatisches Restaurant ansässig war, sind gezählt. „Noch im April wird das Gebäude abgerissen“, erklärt Eckart Hanstein, Geschäftsführer des Unternehmens Domus Kompakt.

Die Firma mit Sitz in Bergisch Gladbach hat bekanntlich das Gaststätten-Gelände am Nußbaumweg gekauft und will dort insgesamt 25 Reihenhäuser bauen. Dabei handelt es sich um Fertigbauten mit einer nutzbaren Wohnfläche von rund 120 Quadratmetern.

Baubeginn für die Häuser soll nach der Genehmigung der Bauanträge im Juni sein. Bereits vier Monate später sollen die Gebäude fertiggestellt sein.

Bei einem Ortstermin vor wenigen Wochen hatten die Unternehmensvertreter im Beisein unter anderem von Bürgermeister Carsten Wewers angekündigt, den größten Teil der Neubauten mit öffentlichen Fördergeldern zu errichten und anschließend vermieten zu wollen. Das ist aber nun nicht mehr so.

„Die Bearbeitung der Förderanträge bei der NRW-Bank dauert bis zu eineinhalb Jahre. Das ist natürlich viel zu lang. Weil sich bei uns zahlreiche Kaufinteressenten gemeldet haben, werden wir die Häuser nun größtenteils verkaufen“, erklärte Hanstein bei der Eröffnung des neuen Unternehmensbüros an der Stimbergstraße 103.

Am Gaststätten-Standort Nußbaumweg befand sich früher ein Gehöft. - Die Eigentümer Bernhard und Katharina Schneider mussten 1880 das Gebäude nach einem Großbrand neu errichten. Um 1925 begann Heinrich Schneider parallel zur Landwirtschaft ein Fuhrunternehmen - Nach Aufgabe der Landwirtschaft eröffnete die Familie 1953 in ihrem Hause eine Gaststätte. Der „Gasthof Schneider“ wurde 1994 geschlossen und von der Dattelner Unternehmerfamilie Kandaouroff gekauft. Das Lokal wurde fortan unter dem Namen „El Paso“ zu einem Restaurant. Später firmierten dort asiatische Gastronomen.

Diese neue Entwicklung sorgte bereits im Vorfeld für Irritationen bei Bürgern, die wegen einer Anmietung des Gebäudes bei dem Unternehmen nachgefragt hatten. Auch Bürgermeister Carsten Wewers ist mit dieser Nachricht nicht glücklich: „Wünschenswert wäre an dieser Stelle ein Mix aus öffentlich gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau. Dass es nun anders kommt, ist eine rein unternehmerische Entscheidung, die ich als suboptimal bezeichnen würde. Aber darauf haben wir als Stadt keinen Einfluss.“

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