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Es bleibt bei freier Fahrt für Kinder in Oer-Erkenschwick: Im nächsten Jahr sollen laut Jugendamt die Betreuungsplätze noch ausreichen. Mittelfristig soll ein zusätzlicher 14. Kindergarten den steigenden Bedarf decken.

Fördermittel beantragt

Träger für zusätzlichen Kindergarten in Sicht

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OER-ERKENSCHWICK - 878 Kinder werden aktuell in Kindertageseinrichtungen betreut, weitere 61 in Tagespflege. „Auch im nächsten Jahr haben wir genug Plätze, um alle Kinder unterzubringen“, sagt Walter Herenz.

Der Mann vom Jugendamt geht trotz steigender Kinderzahlen davon aus, dass die Stadt auch mittelfristig den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz erfüllen kann. Die Ausbaukapazitäten der 13 Kindergärten sind zwar erschöpft. Doch die Stadt plant den Bau eines 14. Kindergartens. Bauherr soll allerdings nicht die Stadt werden, sondern ein freier Träger der Jugendhilfe.

Vor zwei Wochen leitete das Jugendamt bei einem Treffen mit potenziellen Kandidaten das Interessenbekundungsverfahren ein. „Es gibt definitiv mehr als zwei Interessenten“, sagt Herenz. Details über den Stand des Verfahrens wird die Stadtverwaltung am Mittwoch, 10. Oktober, gegen 14 Uhr bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses mitteilen. Herenz geht davon aus, dass bei der Sitzung im Februar 2019 die Entscheidung für einen Träger fallen wird. Der 14. Kindergarten soll möglichst zum Kindergartenjahr 2020/21 seinen Betrieb aufnehmen.

Wunschzettel für Landesfördermittel

Jetzt werden aber erst mal die Plätze vergeben für das nächste Kinderjahr, das am 1. August 2019 startet. In Kürze verschickt das Jugendamt Elternbriefe an Familien mit Jungen und Mädchen im kindergartenfähigen Alter. Um Doppelanmeldungen zu vermeiden, gibt es für jedes Kind nur eine Anmeldekarte, die die Eltern beim Kindergarten ihrer Wahl abgeben. „Das Anmeldeverfahren läuft vom 8. bis 21. November. Sollte das Kind keinen Platz in der Wunscheinrichtung bekommen, erhalten die Eltern die Anmeldekarte zurück und können sich bei einem anderen Kindergarten um einen Platz bemühen“, sagt Herenz.

Die Stadt hat inzwischen ihren Wunschzettel für Landesfördermittel zum Kindergarten-Ausbau ans Landesjugendamt geschickt. Drei Mio. Euro veranschlagt die Stadtverwaltung an Investitionshilfen. Davon entfallen 2,4 Mio. auf den zusätzlichen Kindergarten und 500.000 Euro auf die notwendige Aufstockung des DRK-Kindergartens an der Brandenburger Straße. Herenz: „90 Prozent Zuschuss gibt es vom Land für den Ausbau von Kindergärten. Ob die Stadt den Trägeranteil von zehn Prozent übernimmt, muss letztlich die Politik entscheiden.“

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