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Dieter Simanek (Mitte) erhielt die silberne Ehrennadel der Stadt. Es gratulierten Bürgermeister Carsten Wewers, CDU-Ratsfrau Martina Eißing sowie der Stadtsportverbandsvorsitzende Peter Duscha und SPD-Fraktionschef Hannes Kemper (v.l.).

Fußball und Gesang

Dieter Simanek erhält die silberne Ehrennadel

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OER-ERKENSCHWICK - Es gibt Situationen, die selbst einen alten Fahrensmann wie Dieter Simanek überraschen. Der Mann sitzt bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft auf der Tribüne, als er plötzlich aufs Parkett gebeten wird. Der Bürgermeister ist da, Vertreter des Stadtrates – und alle nur für ihn: Dieter Simanek, Spitzname „Zwiebel“, ein Mann, den man mit dem SV Titania verbindet. Nun ist er Träger der silbernen Ehrennadel der Stadt.

„Ich habe gedacht, was ist denn jetzt hier los“, lacht Simanek, nachdem er im großen Rahmen ausgezeichnet wurde. Die SPD-Fraktion hatte die Ehrung beantragt für einen Mann, der die Geschicke des Sportvereins an der Esseler Straße wesentlich mitprägte.

Simanek, im Jahr 1943 am Kiesenfeldweg geboren, wird am 5. Januar 1955 Mitglied bei den Titanen und kickt zunächst dort in der Schülermannschaft. Zusammen mit Kumpels aus der Siedlung. Fußball ist für die Heranwachsenden rund um die Esseler Straße Lebenselixier, als Kinder ist es auch das Räuber- und Gendarm-Spiel mit Mädchen. Aus dieser Zeit rührt auch der Spitzname. „Ich war halt der Zwiebel, andere der Porree oder die Möhre“, lacht Simanek. Bis heute sprechen ihn viele noch so an.

Neudeutsch spricht man ja gerne bei Funktionen, wie er sie bekleidete, von Teammanager oder Koordinator. Obmann, unter diesem Begriff kennt man Dieter Simanek bei den Titanen da schon eher. Bis 2010 hatte er bei den Alten Herren alles im Griff. Mittwochs Training, samstags Spiel, sonntags die Begegnungen der ersten Mannschaft gucken – die Zeitabläufe waren klar definiert. Und auch heute noch ist er oft vor Ort am Platz. Und hilft, wo Hilfe gebraucht wird.

Fußball ist die eine Leidenschaft, das Singen die andere. 1964 trat Simanek in die Grubenwehr ein, war Hauptgerätewart auf dem Pütt und tritt noch heute mit seinen ehemaligen Kameraden im Sängerkreis der ehemaligen Grübenwehr auf. Es gab Momente im Berufsleben, die waren prägend – so auch im Juni 1988, als die OE-Grubenwehr nach Hessen zur Bergwerkskatastrophe Richtung Stolzenbach ausrückte. 51 Menschen fanden dort den Tod. Simanek und seine Kollegen mussten einen verstorbenen Steiger bergen.

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