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Frisch von dem ehemaligen Zechenareal an der Ewaldstraße geerntete Tomaten könnten womöglich schon im kommenden Jahr in den Regalen von Supermärkten in der Region zum Kauf angeboten werden.

Gewächshaus-Projekt

Tomaten von der Halde im Supermarkt-Regal

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OER-ERKENSCHWICK - Es ist still geworden um das Gewächshaus-Projekt der Essener Fakt AG auf dem ehemaligen Zechengelände. Doch schon bald setzen sich alle beteiligen Genehmigungsbehörden an einen Tisch.

Ziel dieser sogenannten Planungskonferenz ist es, zum Beispiel mit den Umweltbehörden des Kreises bereits vor einer konkreten Bauantragsstellung mögliche Genehmigungsprobleme zu ermitteln. „Unser Ziel ist es, in zwei Gewächshäusern auf rund 15 Hektar Fläche Tomaten und Paprika anzubauen, die nach ihrer Ernte auf kurzem Vertriebsweg in den Regalen von Supermärkten und Discountern angeboten werden“, erläutert Dr. Nikolai Ulrich, Projektleiter der Fakt AG.

Namhafte Kunden wie Aldi und Co. hätten bereits ihr Interesse signalisiert, weil die Kunden immer mehr Wert auf regional erzeugte Produkte legen. In den Gewächshäusern sollen die Pflanzen auf Kokossubstrat wachsen, von Bienen bestäubt und mit Regenwasser von der Halde bewässert werden. Geplant sind zwei Ernten im Jahr. Und: Gut 100 Menschen sollen dort Arbeit finden.

„Wir wollen mit dem Projekt den heimischen Bauern auf keinen Fall Kokurrenz machen. Spargel beispielsweise wird auf dem Zechenareal nicht angebaut“, betont Dr. Ulrich. Stadt und Regionalverband Ruhr, dem das Gelände gehört, stehen dem Projekt positiv gegenüber. „Das Vorhaben macht ökologisch Sinn und insbesondere Arbeitsplätze für Menschen mit einer niedrigeren Qualifikation brauchen wir dringend“, sagt der städtische Baudirektor Bernd Immohr.

Die Gewächshäuser sind die dritte Projekt-Idee für das Ex-Zechenareal. - Vor knapp 20 Jahren war die Rede von einem Pferdesportzentrum mit dem Schwerpunkt Westernreiten. - Vorangetrieben von dem bereits verstorbenen Golfsportler Diethard Schwieder folgte der Plan für eine Neun-Loch-Golfanlage. - Nun sollen Tomaten- und Paprikazuchten in Gewächshäusern Arbeitsplätze auf dem Pütt-Gelände schaffen. Mit der Essener Fakt AG und ihrem Chef Hubert Schulte-Kemper steht der mögliche Investor bereits jetzt parat.

Aber: Das ehemalige Zechengelände ist kein einfaches Bauland. Es gibt Bodenbelastungen, eine Grundwasser-Überwachung mit vielen Leitungen und Brunnen, von denen einige versetzt werden müssten. Auch diese Dinge sollen bei dem anstehenden Behördengespräch erläutert werden.

Mittlerweile ist bekannt, dass die Fakt AG aus Essen auch Teile des Stadtparks bebauen möchte.

Bürgerinitiative übergibt Unterschriften für Stadtpark im Rathaus.

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