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Kümmern sich um die Krippe in der St. Josef Kirche: (v.l.) Pfarrer Reinhard Vehring, Ludger Vrecko, Martin Jostarndt, Rudolf Hams und Albert Memering.

Heiligabend komplett

Wachsende Krippe in der St.-Josef-Kirche

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OER-ERKENSCHWICK - Eine Weihnachtskrippe muss nicht statisch sein. Das zeigt sich an der Stall-Landschaft in der Pfarrkirche St. Josef. Die entwickelt sich seit Wochen – und ist erst Heiligabend komplett erbaut.

Verantwortlich dafür sind die Herren vom „Grünflächen-Amt“ der Gemeinde. Dahinter verbergen sich Albert Memering (70), Ludger Vrecko (66) und Rudolf Hams (71). Die drei Gemeindemitglieder kümmern sich seit ihrem Renteneintritt vor einigen Jahren unter anderem um das Grün rund um die Pfarrkirche und leisten kleinere Reparaturen. Jetzt aber sind sie seit Wochen mit der Krippenlandschaft in der Kirche beschäftigt.

„Das Kleine wird ganz groß“, lautet nämlich in diesem Jahr das Motto in der St.-Josef-Kirche. Und so ist von dem Krippen-Team zusammen mit Pfarrer Reinhard Vehring zum ersten Advent nur der reine Krippengrund mit Mulch und vier Kerzen aufgestellt worden. „Der Adventskranz wurde diesmal integriert“, erklärt Pfarrer Vehring. Am zweiten Advent kam dann der Sandweg auf dem Krippengelände dazu. Aktuell zeigt die Krippenlandschaft noch das Bild des dritten Advents. Der vor gut 20 Jahren von Johannes Winkelmann gezimmerte Stall steht und auch die ersten Figuren. „Die Hirten haben sich auf den Weg gemacht und bringen Decken, Brot und Licht“, erläutert Pfarrer Vehring den derzeitigen „Krippen-Status“.

Als Begründer der „baulichen“ Darstellung des Weihnachtsgeschehens gilt der hl. Franz von Assisi, der 1223 in Greccio anstelle einer Predigt mit lebenden Tieren und Menschen das Weihnachtsgeschehen nachstellte. - Eine 1562 von Jesuiten in Prag aufgestellte Weihnachtsdarstellung gilt allgemein als erste Nennung einer Krippe im heutigen Sinn. - Bevor im 19. Jahrhundert der Christbaum allgemeine Verbreitung fand, stand die Krippe im Mittelpunkt der katholischen Weihnachtsfeier. - Krippen sind bis heute fester Bestandteil des kirchlichen und häuslichen Weihnachtsschmucks und werden in allen erdenklichen künstlerischen Stilen und Materialien gefertigt.

Am vierten Advent kommt dann die Marien-Figur dazu. Vollständig ist das Krippenbild aber erst zur Christmette am Montag, 24. Dezember, ab 16.30 Uhr. Und: Vor allem die Kinder, die die Adventgottesdienste sonntags um 11 Uhr besuchen, dürfen schon gespannt sein, was sich Pfarrer Vehring diesmal für sie ausgedacht hat. Denn nach den vergangenen Adventsmessen hatte Vehring in der Krippenlandschaft stets ein kleines „Bauteil“ versteckt, das nicht zum Thema passt. Wer es entdeckte, bekam eine kleine Süßigkeit. Das soll auch am vierten Advent wieder so sein...

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