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Die Hauseigentümer Marc-André Kumpf (l.) und Jürgen Meinhardt sind verzweifelt: Das Haus ist seit Dezember bezogen, der Telekom-Anschluss ist noch Baustelle.

Horneburger Straße

Mieter warten auf Telefon und Internet

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OER-ERKENSCHWICK - Keinen Anschluss gibt es in dem neuen Mehrfamilienhaus an der Horneburger Straße unter der Hausnummer 63 an Festnetz und Internet. Fließend Wasser, Strom und Heizung haben die sieben Mietparteien schon seit dem Einzug am 1. Dezember 2018.

„Schon Mitte November hatte die beauftragte Tiefbaufirma sämtliche Versorgungsleitungen ans Haus angeschlossen. Bloß die Telekomleitung haben sie nicht gefunden“, ärgert sich Jürgen Meinhardt, dem die Immobilie mit Sohn Marc-André Kumpf gehört. 1,45 Meter tief unter dem Radweg soll das Kabel für Telefon und Internet laut Plan liegen. Gefunden hat es die Tiefbaufirma dort nicht, sah ihren Auftrag als erledigt an und verschwand. Geblieben sind die offene Baugrube und wunde Finger vom Telefonieren.

„Ich habe die Telekom mindestens 30 mal angerufen oder angeschrieben. Passiert ist bisher nichts“, sagte Meinhardt. Er wurde immer wieder vertröstet mit dem Hinweis „Wir kümmern uns“. Betroffene Bewohner, die sich bei der Telekom beschwerten, seien mit dem Hinweis abgewimmelt worden, der Eigentümer sei für den Anschluss zuständig.

Während die sieben Wohnungen immer noch ohne Verbindung zur Außenwelt sind, haben längst die Arbeiten für die andere Hälfte des Mehrfamilienhauses begonnen. Erst auf Nachfrage dieser Zeitung bei der Telekom kam Bewegung in die Angelegenheiten. Ein Anruf genügte. Innerhalb eines Tages gab es die Antwort von der Telekom-Pressestelle: Demnach sollen die Baumaßnahmen für den Gebäudeanschluss beauftragt sein. Das ausführende Tiefbauunternehmen plane die Arbeiten – in Abhängigkeit von der Witterung – noch für diese Woche. Eine gute Nachricht auch für die sieben Mietparteien, die demnächst nebenan einziehen. Die zweite Haushälfte hängt an diesem Gebäudeanschluss schon mit dran.

Die Verzögerung der Baumaßnahme, die bis zu zwölf Monate dauern könne, erklärte die Telekom mit der Verfügbarkeit von Baukapazitäten und Witterungseinflüssen. Im konkreten Fall kam hinzu, dass eine Störung im Auftragsmanagement zu einer weiteren Verzögerung führte. Die Telekom entschuldigt sich bei ihren Kunden für die lange Wartezeit.

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