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Die Imker haben gerade alle Hände voll zu tun: (v.l.) Andreas Matern und Hasib Bostandzic kontrollieren die Bienenkästen auf dem Vereinsgelände an der Ahsener Straße.

Imkerverein

Bienen liegen voll im Trend

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OER-ERKENSCHWICK - Seit Insektensterben und Klimawandel die Menschen wachrütteln, steigen die Sympathie-Werte für Biene Maja & Co. Das spüren auch die Hobby-Imker.

Immer öfter klopfen Oer-Erkenschwicker an die Tür des Imker-Vereinsheims an der Ahsener Straße. „Sie wollen naturbelassenen Honig direkt vom Erzeuger kaufen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Andreas Matern. Bei der jüngsten Imker-Sprechstunde taucht sogar ein neues Gesicht in der Runde auf. „Ich habe gestern Abend mein erstes Bienenvolk von Fritz Müller bekommen und spiele mit dem Gedanken, Mitglied im Imkerverein zu werden“, sagte Manfred Krieger.

Bienen liegen voll im Trend. Auf den Dächern von Großstädten wie Paris schwirren immer mehr fleißige Bienen. Imkerei ist längst nicht mehr nur ein Hobby für Exoten. „Wer sich dafür interessiert, kann bei uns am Vereinsheim testweise mit einem Bienenvolk anfangen“, sagt Imker-Chef Rolf Stepputtis. Bienenhaltung im eigen Garten ist laut Bürgerlichen Gesetzbuch zwar nicht verboten. In einer eng verbauten Reihenhaus-Siedlung könnten die friedlichen Immen aber durchaus für Verstimmung in der Nachbarschaft sorgen. Platz für Bienen gibt es aber fast überall. Hasib Bostandzic hat sich eine 40 m² große Honigparzelle am Regenrückhaltebecken hinter dem Westfalenring für kleines Geld von der Stadt gepachtet. Gerade jetzt, wo die Sommer- die Winterbienen ablösen, ist das „süße“ Hobby besonders spannend. „Wir erweitern gerade die Bienenvölker, setzen zusätzliche Rähmchen in die Kästen“, sagt Stepputtis. Außerdem züchten die Imker neue Bienenköniginnen. In drei Wochen wollen sie schon den ersten Honig schleudern.

Die Imkersprechstunde ist mittwochs von 16.30 bis 17.30 Uhr, Ahsener Str. 97

Fälle von Faulbrut sind nach dem Ausbruch in Herten in Oer-Erkenschwick noch nicht aufgetreten. Größter Feind der Bienen ist auch nicht die Varroa-Milbe. Stepputtis meint: „Das sind wir Menschen – mit der Chemie in der Landwirtschaft. Und statt Vorgärten mit Parkplätzen zuzupflastern, sollten wir lieber mehr Blumen- und Obststräucher pflanzen.“

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