80 Jahre Pogromnacht

Das KiJuPa lädt zu einer Lesung ein

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OER-ERKENSCHWICK - Es ist eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Im Rahmen der Aktionsreihe „80 Jahre Pogromnacht“ lädt auch das Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) zu einer Veranstaltung ein.

Die Nachwuchs-Politiker weisen für Donnerstag, 4. Oktober, auf eine besondere Lesung in der Stadtbücherei, Berliner Platz 14a, hin. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnt, steht das Buch „Der Wille zu leben“ von Pesach Anderman.

1929 in Buczacz (Galizien) geboren überlebte Pesach Anderman die Shoa und wanderte illegal ins damalige Palästina ein. Im weiteren Verlauf seines Lebens trat er ins Kibbuz ein, wurde Soldat und kam 1948 in jordanische Gefangenschaft. Danach half er aktiv beim Aufbau des neu gegründeten Staates Israel. Heute lebt er mit seiner Frau in Tel Aviv.

Der Holocaust (altgriech. holókaustos „vollständig verbrannt“; auch Schoah bzw. Schoa, Shoah oder Shoa; hebräisch für „die Katastrophe“, „das große Unglück/Unheil“) war der nationalsozialistische Völkermord an bis zu 6,3 Millionen europäischen Juden. - Die Novemberpogrome 1938 waren vom nationalsozialistischen Regime gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im Deutschen Reich. - Vom 7. bis 13. November 1938 wurden etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Mehr als 1.400 Synagogen sowie Tausende Geschäfte, Wohnungen und Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ca. 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben. - Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.

Erst im Alter von 60 Jahren begann er über sein Leben zu sprechen und seine Biografie zu schreiben. Diese wird am 4. Oktober gemeinsam gelesen und besprochen, um eine Live-Videokonferenz mit Pesach Anderman (noch nicht terminiert) vorzubereiten. Die Veranstaltung richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und soll dazu dienen, über aktuelle politische Themen zu reden. „Wir als KiJuPa möchten gerne mit dieser Aktion Transparenz zeigen zwischen Vergangenheit und den Problemen der heutigen Zeit und sich im Miteinander anzunähern und auszutauschen“, heißt es in der Ankündigung.

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