80 Jahre Reichspogrom

Aktionsreihe gegen das Vergessen

OER-ERKENSCHWICK - Das Programm zu „80 Jahre Pogromnacht“ bietet viele Veranstaltungen. Am kommenden Wochenende geht es mit einer Vernissage los. „Ein Vergessen darf es nicht geben“, sagt Initiator Nils Stanigel. Federführend organisiert er die Aktionswoche, die an ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte erinnern soll. Am 9. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen.

Die Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt in der Stadtbücherei am Berliner Platz 14a, wie Rechtsextremismus eine Gefahr für Demokratie und Menschenrechte darstellt. Die Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 20. Oktober, um 11 Uhr. Zu sehen ist sie noch bis zum 10. November. Im Anschluss findet um 12 Uhr in Kooperation mit dem Kulturkreis die Lesung „Ihr kommt morgen alle ins Gas“ statt. Sabine und Michael van Ahlen lesen Auszüge aus Erinnerungen und autobiografischen Romanen, die allesamt Zeugnis ablegen von einer entmenschlichten Zeit.

Doch es sind noch weitere Veranstaltungen geplant. So lädt der Jugendverein „JOE“ zu Filmabenden in sein Vereinsheim an der Lindenstraße 4 ein (25. Oktober, 29. November, jeweils 19 Uhr). In Kooperation mit der jüdischen Gemeinde in Recklinghausen wird Rolf Abrahamson am Montag, 29. Oktober, ab 18 Uhr in der Synagoge RE, Am Polizeipräsidium 3, aus seinem bewegten Leben erzählen. Und am gleichen Tag beschäftigt sich ab 19.30 Uhr ein Vortrag in der Volkshochschule, Stimbergstraße 169, mit dem Thema „Spurensuche in Riga – Deportation der Juden aus dem Kreis RE“.

Die Organisatoren erinnern an die zweitägige Gedenkstättenfahrt nach Göttingen und zum ehemaligen Konzentrationslager Mittelbau-Dora. Die Fahrt vom 3. bis 4. November, richtet sich an Personen zwischen 14 und 30 Jahren – aber auch, wer älter ist, darf mit. Vorbesprechung ist am 30. Oktober um 19 Uhr im „JOE‘s“, Lindenstr. 4. Kosten: 25 Euro. - Lesung aus dem Buch „Jahrhundertzeugen“ mit Tim Pröse am 6. November, 19.30 Uhr, in der Volkshochschule. - Vortrag „Geschichte vor Gericht“ mit Oberstaatsanwalt Jens Rommel am 22. November, 18.30 Uhr, im „JOE‘s“. -

„Die Geschichte der Juden im Vest“ steht am Freitag, 2. November, um 19.30 Uhr in einem Vortrag des Oerer Heimatvereins im Oerer Pfarrheim im Mittelpunkt. Eine ökumenische Gedenkstunde in der Stadthalle beschließt am Sonntag, 11. November, ab 11.30 Uhr die Aktionsreihe.

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