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An Kiepe und Blaukittel sind die Heimatkundler zu erkennen. Unser Bild zeigt eine Dankeschön-Tour für die Helfer im Jahr 2017.

Jubiläum in 2020

100 Jahre im Dienst der Heimatkunde

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OER-ERKENSCHWICK - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – und wenn es auch noch etwas dauert, ehe der Verein für Orts-und Heimatkunde sein 100-jähriges Bestehen feiert, laufen die Vorbereitungen schon an. Tagesordnungspunkt neun der Jahreshauptversammlung am 8. März ist das beste Beispiel.

„Erstellung einer Fahne im Rahmen des Jubiläums“ lautet der Titel – und diese Fahne ist nur eines von mehreren Projekten, die der Vorstand um die Vorsitzende Irina Corzillius und Schriftführer Jochen Röttger für 2020 im Visier haben. Einen ersten Einblick in die Aktivitäten im Jubiläumsjahr gibt es während der Versammlung.

Aus dem Vereinsleben der Stadt sind die Heimatkundler wahrlich nicht wegzudenken. Karl Kollmann (1889 bis 1966) jedenfalls wäre stolz auf das, was geschaffen wurde. Der Ortsteil Oer ist die Keimzelle des Vereins, Kollmann war die treibende Kraft. 1912 kam der Lehrer aus der hessischen Gemeinde Haimbach, nahe Fulda gelegen, nach Oer.

Die Jahreshauptversammlung des Vereins für Orts- und Heimatkunde findet am Freitag, 8. März, ab 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Peter und Paul am Brauckweg statt. - Schon jetzt weist der Heimatverein zudem auf das traditionelle Reichshofessen hin, das am Freitag, 5. April, stattfindet. Hierfür wird auch in diesem Jahr wieder ein Kartenvorverkauf eingerichtet. - Tickets zum Preis von 15 Euro (inklusive Essen und Getränke) gibt es erstmals auf der Hauptversammlung des Heimatvereins.

„Brauchtum ist wertvoller Besitz“, das impfte Kollmann allen ein, Heimatpflege wurde zum Schlagwort. 1920 wurde der Verein gegründet – und als 17 Jahre später der Geschäftsführer des Westfälischen Heimatbundes am Tag für Denkmalpflege und Naturschutz die Heimatarbeit in Oer als „mustergültiges Arbeitsbeispiel“ hervorhob, war das so etwas wie der erste Ritterschlag. Erinnerungen an die fast 100-jährige Vereinsgeschichte werden auch wach, wenn es um den berühmten Grenztrunk geht: Mit der Gründung der Gemeinde Oer-Erkenschwick wurde der mittelalterliche Brauch der Schnadgänge aus Brilon übernommen. Musik und ein Reiterzug begleiteten 1926 die 100 Teilnehmer auf ihrem Grenzgang. Auch auf diese Tradition wird zum Jubiläum ausführlich eingegangen.

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