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70er-Jahre-Charme versprüht der Spielplatz an der Sterngasse: Die Geräte sind ziemlich abgespielt. Von Kindern ist hier nichts zu sehen, im Sandkasten wuchert das Gras. Hier gibt es Handlungsbedarf.

Jugendhilfeausschuss

Spielplätze kommen auf den Prüfstand

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OER-ERKENSCHWICK - Kinder wollen spielen. Austoben können sie sich auf 36 Spielplätzen. Doch nicht überall schaukeln Kinder. In manchen Sandkästen wuchert Gras. Jetzt kommen die Spielplätze auf den Prüfstand.

Alle zwei Jahre nehmen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses die öffentlichen Spielflächen unter die Lupe. Obwohl auf manchen Plätzen schon lange keine Kinder mehr spielen, haben die Kommunalpolitiker bisher keinen der 36 Standorte von der Liste gestrichen. Das könnte sich allerdings ändern.

Am Mittwoch, 10. Oktober, findet die nächste Spielplatz-Begehung statt. Schon im Vorfeld kündigt Bürgermeister Carsten Wewers an, dass die Stadt an einem neuen Spielraum-Konzept arbeitet: „Wir müssen auf Spielplätze verzichten, auf denen keine Kinder mehr spielen, damit wir andere Spielplätze noch attraktiver gestalten können.“ Zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Bernd Immohr hat sich Wewers sämtliche Spielplätze in der Stadt angeschaut. Entschieden ist noch nichts.

Ob der Rotstift gezückt wird, berät der Jugendhilfeausschuss nach der Begehung bei der nächsten Sitzung im Rathaus. Denn der finanzielle Spielraum hat sich in den vergangenen acht Jahren nicht verändert. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung hat die Stadt das Budget für Instandsetzung und Reparaturen von 12.500 auf 11.000 Euro senken müssen. Für Neuanschaffungen stehen jährlich 25.000 Euro zu Verfügung. Mit dieser Summe lässt sich ein mittlerer Spielplatz ausstatten. Eine Rutsche kostet etwa 4000 Euro. „Für Neuanschaffungen haben wir dieses Jahr erst 2000 Euro ausgegeben. Wir haben das übrige Geld für eine größere Investition gespart. Auf welchem Spielplatz, das steht noch nicht fest“, sagt Stadtsprecher Peter Raudszus.

Die Kosten für die Instandhaltung und Pflege der Spielflächen betragen ein Vielfaches. In diesem Jahr hat die Stadt dafür bereits 122.000 Euro ausgegeben. 160.000 Euro sind dafür in 2018 im Haushalt vorgesehen. Mit diesem Geld muss die Stadt sämtliche Spielplätze in Schuss halten, egal ob dort gespielt wird oder nicht. Dazu zählen auch Rasenmähen und das Leeren der Abfallkörbe. Die Verkehrssicherungspflicht bleibt bestehen, auch wenn sich der Sandkasten in eine Katzentoilette verwandelt hat. Kontrolliert werden Spielplätze mindestens einmal die Woche, stark frequentierte Standorte sogar mehrmals.

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