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Nur noch die – gelbe – Turnhalle der früheren Hauptschule steht noch in Klein-Erkenschwick. Bald weicht auch das Sportgebäude den geplanten Neubauten.

Klein-Erkenschwick

Nur noch die Turnhalle steht

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OER-ERKENSCHWICK - Nicht nur knapp 50 Bäume – darunter sieben mehr als 100 Jahre alte Stieleichen – sind vom Grundstück der ehemaligen Stimbergschule gefällt worden. Auch die Seilscheibe mit ihren bunten Gläsern ist seit Dienstag abgebaut. Dem Neubau eines Netto- und eines Fachmarktes für Heimtierbedarf, einer Bäckereifiliale mit Café sowie von Wohnbebauung steht also nur noch die alte Turnhalle der Stimbergschule im Wege.

Wie diese Zeitung in Erfahrung bringen konnte, ist der Abrissauftrag für das marode Sportgebäude allerdings noch nicht schriftlich vergeben. Außerdem soll auch die Abrissgenehmigung der Recklinghäuser Kreisverwaltung noch nicht vorliegen. Der Kreis ist nämlich ab einem bestimmten Abriss-Kubikmeter-Volumen zu beteiligen.

Das Fällen und Beseitigen der Bäume auf dem Gelände, auf dem seit Tagen der Oer-Erkenschwicker Abbruchunternehmer Rudolf Ludbrock mit seinen Mitarbeitern aktiv ist, erfolgte mit Genehmigung der Stadtverwaltung. „Die Bäume standen dem wichtigen Neubauvorhaben im Weg. Der Investor muss dafür eine Ausgleichszahlung in Höhe von 50.000 Euro an die Stadt bezahlen. Das Geld ist zweckgebunden und wird für Neuanpflanzungen an anderer Stelle in der Stadt verwendet“, erklärt Stadt-Sprecher Peter Raudszus. FDP-Ratsmitglied Manfred Witthus hatte zu den Abholzungen während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses nachgefragt.

Genau so wie die Bäume ist auch die kleine Seilscheibe seit Dienstag „verschwunden“. Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben sie abgebaut. „Die Seilscheibe ist zum Museumsgelände des Bergbau- und Geschichtsvereins transportiert worden. Dort soll sie auch bleiben und wieder aufgestellt werden“, erläutert Stadt-Sprecher Peter Raudszus auf Nachfrage unserer Zeitung. Wo die Seilscheibe als weiteres Zeugnis der Bergbau-Vergangenheit auf dem Museumsgelände am „Ziegeleitor“ aufgestellt wird, steht auch schon fest: „Die kleine Seilscheibe stammt aus einem Blindschacht. Und wir haben vor, sie zusammen mit einem bereits vorhandenen Haspel im Eingangsbereich der „Revierbude“ auf unserem Museumsgelände zu einem echten Blickfang für die Besucher zusammenzubauen“, erklärt Volker Seemann vom Vorstand des Bergbau- und Geschichtsvereins.

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