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Die Aluminium-Haut am Gebäude des ehemaligen Klemm-Kaufhauses ist demontiert. Wie mit dem „eingekleideten“ Baukörper genau weiter verfahren wird, das soll sich in naher Zukunft entscheiden.

Klemm-Kaufhaus

Auch ein Abriss wird jetzt diskutiert

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OER-ERKENSCHWICK - Seit einigen Tagen ist es ruhiger geworden an der „Klemm-Baustelle“ an der Marktstraße. Gerüchte von einem Baustopp machen die Runde. Den gibt es aber nicht, ganz im Gegenteil.

Das betont Architekt Gernot Biermanns. „Richtig ist, dass es bei dem alten Kaufhausgebäude mit Blick auf unsere Zukunftspläne statische Probleme geben könnte“, sagt Biermanns, der den Umbau des früheren Klemm-Kaufhauses im Auftrag der Lüdinghäuser Polenz-Holding managt. Für das Gebäude sind Textileinzelhandel, eine Bäckerei samt Café, (Senioren-)Wohnungen und Gastronomie geplant. „Das ist auch immer noch so. Aber es kann sein, dass wir grundsätzlich umdenken müssen“, sagt Biermanns.

Das heißt im Klartext: Derzeit diskutieren Architekt, Investor und die beteiligten Baufirmen darüber, ob es möglicherweise mehr Sinn macht, das Gebäude abzureißen und komplett neu zu errichten. Womöglich sogar mit einer Tiefgarage darunter. „Das sind aber derzeit alles nur Überlegungen. Entscheidungen sind da noch nicht gefallen. Letztendlich ist alles eine Frage der Kosten“, erläutert Biermanns. Nur: Sollte sich der Investor für einen Komplett-Neubau entscheiden und die Stadt das Bauvorhaben genehmigen, dann käme es für etwa zwölf Wochen zu einer Vollsperrung der Markt- und Stimbergstraße. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern.

Gernot Biermanns ist als Architekt auch noch an anderer Stelle in der City aktiv. Und zwar in dem Gebäude des früheren Möbelhauses Bergfort am Berliner Platz, in dessen Erdgeschoss bis vor drei Jahren ein türkischer Einkaufsmarkt firmierte. Dieses Gebäude befindet sich nach Angaben von Biermanns nach mehreren Wechseln nun im Besitz einer Immobiliengesellschaft aus Siegen. „Wir haben dort jetzt erst einmal aufgeräumt. Möglich ist im Erdgeschoss erneut eine Gewerbeansiedlung, aber auch Gastronomie“, sagt Biermanns. In den Etagen darüber, die womöglich aufgestockt werden sollen, könnten Wohnungen entstehen. Eine Bauvoranfrage soll gestellt werden.

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