+
König-Ludwig-Trasse

König-Ludwig-Trasse

Kreuzkröte kann Radler stoppen

  • schließen

OER-ERKENSCHWICK - Die Verlängerung der König-Ludwig-Trasse ist geplant. Gäbe es da nicht den Artenschutz...

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat das Radwegeprojekt jedenfalls weiterhin auf dem Schirm. Das bestätigt der SPD-Kreistagspolitiker Klaus Schild. Er ist Mitglied des Ruhrparlaments des Verbandes, der den Wegebau vorantreibt. „Ich habe jüngst noch mit der zuständigen RVR-Dezernentin gesprochen und daran erinnert, dass über die nun fertiggestellten Bauabschnitte der dritte nach Oer-Erkenschwick nicht vergessen werden darf“, sagt Schild.

Dieser Bauabschnitt würde das Radfahren auf einem weiteren Stück bereits vorhandener Trasse der früheren Zechenbahn möglich machen. An Horneburg vorbei würde dieses Stück Radweg über die Friedrich-Ebert-Straße zur Dillenburg und dann in Rapen über die Holtgarden-Brücke auf das Zechengelände bis zur Stimbergstraße führen. Möglich wäre dann eine Fortsetzung durch das Stimbergstadion zur Feuerwehr-Kreuzung, wo der Radweg dann auf die Zechenbahntrasse Richtung Biostation in Oer und weiter zur Halde Speckhorn geführt werden könnte. Ein Projekt, das Biostationssprecher Ernst Saland seit vielen Jahren verwirklicht sehen möchte.

„Dieser Radweg macht nicht nur aus Freizeitgesichtspunkten Sinn. Es gibt auch viele Menschen, die das Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit beispielsweise in Recklinghausen nutzen würden. Wenn es denn endlich einen vernünftigen Radweg gäbe“, sagt der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak. Er verweist zudem auf einen einstimmigen Beschluss des Oer-Erkenschwicker Stadtrates, der schon im Juni 2016 die Fortsetzung des Radweges bis in die OE-City gefordert hatte.

„Es ist sogar schon Geld im RVR-Haushalt eingeplant. Problematisch ist nur, dass die ehemalige Zechenbahntrasse über viele Jahre sich selbst überlassen blieb und sich die Natur das Gelände zurückerobert hat. Jetzt muss ein Artenschutzgutachten klären, ob sich möglicherweise geschützte Tierarten wie die Kreuzkröte dort angesiedelt haben. Sollte das so sein, macht das die Projektrealisierung schwieriger“, sagt Schild. Der RVR führt laut seiner Sprecherin Barbara Klask dessen ungeachtet weiter Gespräche – und zwar mit der Ruhrkohle als Eigentümerin der Grundstücke und mit der Umweltbehörde des Kreises.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Zugverbindung Berlin - Recklinghausen kommt ab Montag - es gibt nur einen Haken
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen? DWD warnt bereits
Heftiger Wetterumschwung zieht heran: Sturm, Schnee und spiegelglatte Straßen? DWD warnt bereits
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar "Netto" überfallen - doch es gab ein Hindernis
Männer mit Schusswaffe wollten offenbar "Netto" überfallen - doch es gab ein Hindernis
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Neue Blitzersäule am Autobahnzubringer: Entscheidendes Detail fehlt aber noch 
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit
Hertener Stadtstreicher sitzt jetzt hinter Gittern - aber nicht wegen der grünen Flüssigkeit

Kommentare