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Im Herbst 2020 – ein genauer Termin steht noch nicht fest – werden der Bürgermeister und ein neuer Stadtrat gewählt. Bereits im kommenden Jahr sind die Bürger am 26. Mai zur Europawahl aufgerufen.

Kommunalwahl

SPD ist in Startlöchern – die Kleinen warten noch

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OER-ERKENSCHWICK - In zwei Jahren ist Kommunalwahl – und die Parteien feilen an den Zeitplänen zur Aufstellung der Kandidaten. Die SPD lüftet am 3. Dezember das Geheimnis, wer ihr Bürgermeister werden soll.

Das ist eine Frage, die bei der CDU zumindest inoffiziell schon geklärt ist. Denn Bürgermeister Carsten Wewers hat bereits eine erneute Kandidatur angekündigt. Parteiintern gilt er als unumstritten und genießt auch beim Stadtverbandsvorsitzenden Lars Ehm höchste Wertschätzung.

Aber was macht die SPD? Der 3. Dezember ist für die Genossen ein entscheidendes Datum. Dann sollen in der Stadthalle sowohl der BM-Bewerber als auch die 17 Wahlkreiskandidaten vorgestellt werden. Der Nominierungsparteitag findet dann in der ersten Hälfte 2019 statt. Spannung birgt die Personalie auch deshalb, weil weder Parteichef Peter Duscha noch dem Fraktionsvorsitzenden Hannes Kemper sonderlich große Ambitionen für das BM-Amt nachgesagt werden. Kommt gar ein externer Kandidat?

Inhaltlich noch viele Differenzen

Mit demparteilosen Thorsten Fischer, der bereits 2015 antrat, hat ein weiterer Bewerber bereits seine Kandidatur angekündigt. Die weiteren Parteien sind zurzeit noch zurückhaltender. „Priorität hat zwar ein eigener Kandidat, aber es muss passen“, sagt Josef Oeinck, Fraktionschef der „Linken“.Inhaltlich gebe es mit Blick auf die Arbeit des Bürgermeisters noch viele Differenzen, doch komplett unzufrieden sei man nicht. „Wir werden uns zur Jahreswende beraten, was wir machen“, meint Silke Krieg (Bündnis 90/Die Grünen). „Für größere Parteien mag es wichtiger sein, sich so früh zu positionieren“, sagt die Vize- Bürgermeisterin. Ob die Grünen einen eigenen Kandidaten entsenden, ist offen.

In der Unabhängigen Wählergemeinschaft(UWG) ist die Möglichkeit dafür eher als gering einzuschätzen. Bereits 2015 hatte die UWG Carsten Wewers unterstützt, zeigt sich aber heute von der Arbeit „etwas enttäuscht“, wie es Pressesprecher Helmut Lenk formuliert. Auch die Bürgervereinigung (BOE) wartet laut Parteivorsitzendem Peter Heuschneider noch ab. Dass er wie auch Polit-Urgestein Karl-Heinz Rusche über 2020 hinaus politisch tätig sein wollen, gilt als wahrscheinlich.

Nicht unter Zeitdruck

DieFDPsieht sich ebenfalls nicht unter Zeitdruck. „Wenn man aber einen Kandidaten benennt, dann will man ja auch gewinnen“, so Vorsitzender Christian Leson. Als kleine Partei müsse man im Wahlkampf auf jeden Fall eine Ochsentour überstehen. Heike Czaykowski, Fraktionsvorsitzende von OE 2020, äußert sich ähnlich wie viele ihrer Kollegen. „Wir befinden uns aktuell noch in der Meinungsfindungsphase und in Gesprächen.“ Bei der AfD steht in Oer-Erkenschwick zunächst die Gründung eines Stadtverbandes an – geplant ist das noch in diesem Herbst.

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