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Jahreseinkommen pro Einwohner

Im Kreisvergleich

Oer-Erkenschwicker haben am wenigsten Geld

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OER-ERKENSCHWICK - Jeder Bürger der Stimbergstadt verfügt über ein Jahreseinkommen von 17.131 Euro. Das ist der mit Abstand niedrigste Wert im Kreis und beinahe auch die „rote Laterne“ im Land NRW.

Diese Zahlen haben jetzt die nordrhein-westfälischen Landesstatistiker vorgelegt. Verglichen in der neuesten Statistik wird das verfügbare Einkommen pro Bürger aus dem Jahr 2016 und der vier Jahre davor. Mit „verfügbarem Einkommen“ meinen die Statistiker das Einkommen jeder Art, das für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung steht. Und das ist beispielsweise in der Seestadt Haltern um fast 6000 Euro höher als in Oer-Erkenschwick. Auch die Bürger der Gemeinde Datteln haben im Schnitt beinahe 2000 Euro mehr in der Tasche als ihre Oer-Erkenschwicker Nachbarn. Die Recklinghäuser haben sogar rund 3800 Euro mehr.

Das verfügbare Einkommen der Oer-Erkenschwicker liegt damit auch deutlich unter dem Durchschnitt im Kreis Recklinghausen. Diesen Wert beziffern die Landesstatistiker auf 19.860 Euro. Wie in allen anderen Städten des Kreises Recklinghausen ist das durchschnittlich verfügbare Einkommen der Oer-Erkenschwicker Bürger im Vergleich zu den Vorjahren ebenfalls angestiegen. 2012 lag es bei 16.333 Euro und zwei Jahre später bei 16.685 Euro. Aber ganz offenbar steigen die Einkommen der Oer-Erkenschwicker im Vergleich zu den anderen Städten des Landes deutlich langsamer. In die Landesstatistik sind die Werte aller 396 Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens eingeflossen. Im Einkommens-Ranking belegte die Stimbergstadt im Jahr 2012 noch den 386. Platz. Seitdem hat Oer-Erkenschwick vier Plätze verloren und liegt 2016 auf Rang 390 – nur noch sechs Plätze von der „roten Laterne“ im gesamten Bundesland entfernt.

Bürgermeister Carsten Wewers versucht sich an einer Erklärung: „Bei uns in der Stadt leben überdurchschnittlich viele Menschen, die beispielsweise von Hartz IV leben. Das macht sich in der Statistik bemerkbar.“ Doch – wenn überhaupt – wie kann die Stadt gegensteuern? „Zum Beispiel, in dem wir wie aktuell am Lohhäuser Feld attraktive Neubaugebiete ausweisen und so interessant für junge Familien mit einem höheren Einkommen werden“, sagt Wewers.

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