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Viel Verkehr auf und über die Ludwigstraße: Wer vom Ärztehaus auf die andere Straßenseite hinüber zum Parkplatz will, muss sich eine Lücke suchen. Für Senioren und Gehbehinderte ist das oft ein gefährliches Unterfangen.

Ludwigstraße

Stadt wartet seit 2016 auf Zebrastreifen

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OER-ERKENSCHWICK - Auf der Ludwigstraße sollte schon vergangenes Jahr ein zusätzlicher Fußgängerüberweg eingerichtet werden. Passiert ist bis heute nichts.

Dabei war der Zebrastreifen in Höhe des Gesundheitszentrums schon im Februar 2016 auf Antrag der Fraktion „Die Linke“ Thema bei einer Sitzung des Stadtrates. Auslöser dafür war ein Verkehrsunfall im Januar 2016. Ein 78-jähriger Fußgänger wurde beim Überqueren der Ludwigstraße von einer Autofahrerin aus Datteln angefahren und schwer verletzt.

Die Verkehrssituation an dieser Stelle ist sehr unübersichtlich. „Das Ärztehaus ist stark frequentiert. Und vermehrt überqueren Fußgänger die Straße, um zur gegenüberliegenden Apotheke oder zum Parkplatz zu gelangen“, sagte Stephanie Zorg-Klingler (Linke). Die Ludwigsstraße ist neben der Stimbergstraße eine von zwei stark befahrenen Verkehrstangenten durch die Stadt. Neben dem Gesundheitszentrum befindet sich auch noch das Rathaus, gegenüber ist eine Postfiliale.

Der politische Wille, die Ludwigstraße sicherer zu machen, war sofort da. Die Stadtverwaltung ließ eine Verkehrszählung durchführen, führte Gespräche mit dem Straßenbaulastträger Straßen.NRW. Im November 2016 wartete die Stadt nur noch auf grünes Licht aus Bochum. „Wir haben sämtliche Unterlagen eingereicht. Der Zebrastreifen ist so gut wie durch“, meinte damals Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak.

Dann passierte ein halbes Jahr nichts. Erst im April 2017 kam nach einem Bericht in dieser Zeitung wieder Bewegung in das Zebrastreifen-Projekt, in NRW war gerade Landtagswahlkampf. Prompt schaltete sich auf Intervention des SPD-Landtagsabgeordneten das Verkehrsministerium in Düsseldorf ein und erklärte die Maßnahme als dringlich. Wege der hohen Verkehrsbelastung käme sogar eine Fußgängerampel infrage, hieß es in der Stellungnahme. Straßen.NRW reagierte und kündigte den Vollzug des 40.000 Euro-Projekts (mit Beleuchtung) bis Ende 2017 an. Daraus wurde allerdings nichts. Mangels Kapazitäten wurde der Fußgängerüberweg erst mal auf Eis gelegt.

Zwischen Stadt und Straßen.NRW herrscht in Sachen Zebrastreifen seit Monaten Funkstille. Das gilt auch für diese Zeitung. Trotz mehrmaliger Nachfrage gab es bisher noch keine Antwort von Straßen.NRW an welcher Stelle der Prioritätenliste der Fußgängerüberweg aktuell steht, und wann oder ob überhaupt noch mit einer Umsetzung zu rechnen ist.

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