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Die Ludwigstraße ist in Höhe Gesundheitszentrum Tempo-30-Zone. Das Überqueren der Fahrbahn ist bei dem hohen Verkehrsaufkommen aber nicht ungefährlich.

Ludwigstraße

Zebrastreifen ist in Sichtweite

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OER-ERKENSCHWICK. - Im Januar 2016 wurde ein 78-jähriger Fußgänger auf der Ludwigstraße in Höhe des Gesundheitszentrum beim Überqueren der Straße von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Ein Zebrastreifen soll diesen Bereich jetzt sicherer machen für Fußgänger.

Zuständig für die L 798 ist der Landesbetrieb Straßen.NRW. Weil die Regionalniederlassung Ruhr in Bochum aktuell mit etlichen Großprojekten ziemlich ausgelastet ist, soll jetzt die Stadt Oer-Erkenschwick im Auftrag von Straßen.NRW den Fußgängerüberweg auf der Ludwigstraße bauen. „Wir haben den Dienstleistungsvertrag jetzt ausgearbeitet und werden ihn noch in dieser Woche an die Stadtverwaltung in Oer-Erkenschwick zur Unterschrift schicken“, sagte Pressesprecher Peter Beiske.

Diese Zusage machte Straßen.NRW bereits vor drei Monaten nach wiederholten Nachfragen dieser Zeitung. Die Notwendigkeit eines Fußgängerüberwegs an dieser unübersichtlichen Stelle mit Gesundheitszentrum, Ärztehaus, Postfiliale, Apotheke und drei Parkplätzen war vor Ort schon viel länger beschlossene. Die Fraktion „Die Linke“ stellte bereits im Februar 2016 den Antrag auf einen Zebrastreifen bei einer Sitzung des Stadtrates.

Der politische Wille war sofort da. Die Stadtverwaltung ließ eine Verkehrszählung durchführen. Mit dem Ergebnis: Die Fußgängerfrequenz an dieser Stelle erfüllt die Bedingungen für den Bau eines Fußgängerüberweges. Es fehlte nur noch grünes Licht von Straßen.NRW. Geschätzte Kosten für den Überweg inklusive Beleuchtung bis 40.000 Euro. Doch lange tat sich nichts. Erst im April 2017 kam nach einem Bericht in dieser Zeitung das Zebrastreifen-Projekt wieder ins Rollen.

In NRW war gerade Landtagswahlkampf. Der in der Versenkung verschwundene Zebrastreifen wurde plötzlich als dringlich eingestuft. Nach dem Wechsel der Landesregierung galt diese Einstufung offensichtlich nicht mehr. Peter Beiske meinte: „Sobald Stadtverwaltung und Landesbetrieb den Vertrag unterzeichnet haben, steht dem Fußgängerüberweg nichts mehr im Weg.“

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