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Sowohl der Glockenturm (l.) als auch das Kirchengebäude im Bickefeld werden laut LWL- Gutachten als denkmalwert eingestuft.

St. Marien

Pfarrkirche wird 2019 umgebaut

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OER-ERKENSCHWICK - Nach den Feierlichkeiten zum Osterfest 2019 wird die katholische Pfarrkirche St. Marien in Rapen umgebaut. Ein Jahr lang haben die Handwerker dann voraussichtlich das Sagen im Bickefeld. Lange fürchteten die Katholiken in St. Marien, dass ihre Kirche im Bickefeld abgerissen werden könnte. Diese Sorge war unbegründet. Handwerker haben 2019 zwar das Sagen. Aber nur für einen großen Umbau.

Wenn in den vergangenen Jahren nach der Fusion von St. Josef, St. Peter und Paul, Christus König und St. Marien zur Großpfarrei St. Josef über zukünftige Veränderungen diskutiert wurde, gab es ein zentrales Thema: Was passiert mit der Marienkirche? Kann sie überhaupt gehalten werden?

Ja, sie kann – diese Nachricht sorgte vor einem Jahr für Erleichterung. Schon damals bekannte der Leitende Pfarrer Reinhard Vehring allerdings, dass es ein steiniger Weg dorthin war und so manches Gespräch mit den Verantwortlichen des Generalvikariates alles andere als nur ein netter Kaffeeplausch war. Die Gemeinde hätte vom ellenlangen Tauziehen manchmal schon die Nase voll gehabt, bekannte Vehring im September 2017.

Schließlich fiel doch die Entscheidung pro Erhalt der Kirche. Nun sind die Planungen für den Umbau abgeschlossen. Das Osterfest 2019 wird noch wie gewohnt im Rapener Gotteshaus gefeiert, dann rücken die Handwerker an. Der Umbau ist nicht mal eben im Handumdrehen zu stemmen, was allein schon die Investitionssumme verdeutlicht – 1,5 Mio. Euro werden veranschlagt. „Wenn man bedenkt, wie viel Geld im Vergleich zur Größe der Gemeinde in die Hand genommen wird, dann ist das schon eine Hausnummer“, sagt Sven Ottberg. Der Diakon hat als Leiter der Zentralrendantur schon von Berufswegen einen Überblick darüber, dass aktuell nicht viele weitere solcher Vorhaben in kleineren Pfarreien umgesetzt werden. „Letztlich ist der Erhalt der Kirche auch ein Beweis für ein lebendiges Gemeindeleben in Rapen“, sagt Ottberg.

Eine der wichtigsten Veränderungen betrifft das Pfarrheim, das bislang noch neben der Kirche angesiedelt ist. Ab 2020 befindet es sich im Kirchengebäude, mobile Wände sorgen für eine Abtrennung. Das jetzige Pfarrheim-Gebäude wird stattdessen vermarktet. Gespräche mit möglichen Interessenten haben bereits stattgefunden, eine Entscheidung gibt es aber noch nicht.

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