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In der alten Therme: Ein Blick in die Baupläne ist für das Leitungsteam mit Matthias Frieds und Bärbel Preckel unerlässlich, um den Überblick bei dem Großprojekt zu behalten.

Matthias-Claudius-Zentrum

Sechs Mio. Euro für Umbau im großen Stil

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OER-ERKENSCHWICK - Reichlich Staub wird zurzeit im Matthias-Claudius-Zentrum aufgewirbelt. Seit Mai 2018 läuft der Umbau. Sechs Millionen Euro investiert das Diakonische Werk in die Umgestaltung, die Arbeiten werden noch bis 2021 andauern. „Wir liegen gut im Zeitplan“, erzählt Matthias Frieds, Leiter der Senioreneinrichtung.

Der Umbau im laufenden Betrieb ist eine logistische Herausforderung. Die Arbeiten finden zeitgleich in verschiedenen Abteilungen statt, Leitungen müssen verlegt, Kabel gezogen werden. Die vier Wohnbereiche bekommen neue Küchen, in denen in Zukunft noch mehr mit den Bewohnern zusammen gekocht werden soll – Gesamtinvestition: 180.000 Euro. „Außerdem müssen diese Bereiche fertig sein, bevor der Umbau der Hauptküche starten kann“, erklärt Bärbel Preckel, stellvertretende Einrichtungsleiterin. Außerdem sollen bis September 40 Bäder barrierefrei umgebaut sein – und auf sieben Quadratmeter vergrößert. Von 143 Plätzen werden daher zurzeit nur 133 belegt, denn für die Umbauzeit von sechs Wochen pro Bad braucht es Ersatzzimmer für die Bewohner.

Die ehemalige Therme ist nicht mehr als solche zu erkennen. Fenster wurden vergrößert, neue Zwischenwände eingezogen, reichlich Beton gegossen. Noch liegen Staub und Bauschutt auf den Böden und Kabel hängen von der Decke, Brandschutzverkleidungen sind zu sehen. Wo einst Wassergymnastik auf dem Plan stand, entstehen auf rund 1000 Quadratmetern neue Räume der Tagespflege sowie ein Multifunktionsraum und Büros. Fünf von ihnen sind von Diakonie-Angeboten buchbar, um Beratung vor Ort anzubieten. Bis zum Sommer laufen noch die Arbeiten.

Angebot wird ausgeweitet

Im Juni soll der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Die Kapelle wird umgebaut. Genauso wie der Speisesaal, der sich nach einjähriger Bauphase dann Restaurant nennt. Denn das Angebot von Frühstück über Mittagstisch zum Kaffeegedeck für die Bürger wird ausgeweitet. „Alles wird offener und heller. Man soll quasi durchs Haus flanieren können“, erklärt Frieds. Das wird auch möglich durch den Bau eines zweiten Haupteingangs zum Kirmesplatz hin. Der alte Haupteingang und die Büros werden ebenfalls saniert – geplante Fertigstellung: Frühjahr 2021. Doch bis dahin wird noch viel Beton gegossen…

Für Projekte im Bereich Stadtentwicklung kann sich die Gemeinde nun über 500.000 Euro vom Land freuen.

Mittlerweile ist der erste Bauabschnitt fertig, und die Tagespflege eröffnet.

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