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In der Pfarrkirche St. marien findet ein Benefiz-Konzert statt.

Millionenkosten

Umbau der Pfarrkirche St. Marien startet erst im Sommer

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OER-ERKENSCHWICK - Der Zeitplan für den Start der Arbeiten zum Umbau der katholischen Pfarrkirche St. Marien in Rapen kann nicht ganz eingehalten werden.

Unruhe kommt bei den Verantwortlichen deshalb aber nicht auf. „Letztlich ging es nur noch um ein paar Genehmigungsdetails mit dem Bistum Münster“, sagt Sven Ottberg, der das Bauvorhaben im Bickefeld aus mehreren Gründen interessiert betrachtet. Zum einen ist er als Leiter der Zentralrendantur naturgemäß nah dran am Thema. Dazu ist Ottberg auch Diakon in der Großpfarrei St. Josef und will natürlich wissen, in welcher Umgebung er zukünftig predigt, wenn er mal in Rapen im Einsatz ist.

Die Nachricht, dass die Marienkirche nicht nur erhalten bleibt, sondern nun auch umgebaut werden kann, sorgt in der Bauerschaft für Erleichterung. Nach langen und teilweise auch zähen Verhandlungen mit dem Generalvikariat gab es grünes Licht aus Münster. „Wir gehen davon aus, dass nun im Sommer der Baustart erfolgen kann“, sagt Ottberg. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass in Zeiten aktuell starker Konjunktur in der Baubranche rechtzeitig die Handwerker nach Rapen kommen können.

Es wird ein umfangreicher Umbau, der der Gemeinde St. Marien bevorsteht. Rund 1,5 Mio. Euro werden an Kosten kalkuliert. „Wenn man bedenkt, wie viel Geld im Vergleich zur Größe der Gemeinde in die Hand genommen wird, dann ist das schon eine Hausnummer“, sagt Ottberg. Letztlich sei der der Erhalt der Kirche auch ein Beweis für ein lebendiges Gemeindeleben, betont der Chef der Zentralrendantur. Ein Jahr lang wird sich die Marienkirche dann in eine Baustelle verwandeln, bis die wesentlichen Veränderungen sichtbar sind.

Das betrifft vor allem das Pfarrheim. Bislang ist es noch direkt neben der Kirche angesiedelt, dieser Zustand ist ab 2020 Geschichte. Stattdessen wird das Pfarrheim dann in das Kirchengebäude integriert – mobile Wände machen es möglich. Was mit dem Pfarrheim passiert, ist noch unklar. Der Plan: Das Gebäude soll vermarktet werden, was aber noch nicht passiert ist. „Bei diesem Punkt gibt es keinen neuen Sachstand“, sagt Ottberg. Der Verkauf des Gebäudes ist eine der zentralen Aufgaben des Kirchenvorstands. Wenn voraussichtlich Mitte 2020 die Bauarbeiter das Kirchengelände wieder verlassen, werden sich die Katholiken bei ihren Gottesdienstbesuchen an einiges Neues gewöhnen müssen. Bänke gibt es dann nicht mehr, stattdessen Stühle. Auch der Chor singt fortan auf Augenhöhe mit den Gläubigen – und nicht mehr im Bereich der Orgel.

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