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Auf der Weidenstraße und dem Schlingweg wird zu schnell gefahren. Das meinen viele Anwohner. Unter anderem mit dieser Verkehrssituation werden sich die Gutachter bei der Erstellung des Mobilitätskonzeptes, da Ende des Jahres fertig sein soll, beschäftigen.

Mobilitätskonzept

Gutachter prüfen auch den Schlingweg

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OER-ERKENSCHWICK - Raserei ist ein leidiges Dauerthema. Vor allem, wenn vor Schulen und Kindergärten zu schnell gefahren wird. Aktuell sorgen zu schnelle Pkw an der Weidenstraße und dem Schlingweg für Unmut.

Michael Herrmann aus Oer-Erkenschwick hat die Weidenstraße als „Rennstrecke“ ausgemacht. Nach seinen Beobachtungen wird dort vor allem morgens und nachmittags zu schnell gefahren. Der Verdacht fällt dann schnell auf Eltern, die ihre Kinder zum Kindergarten an der Weidenstraße bringen beziehungsweise wieder abholen. Dass es sich bei den zu schnell Fahrenden ausschließlich um Eltern handelt, dem widerspricht die Kindergartenleitung, aber: Zumindest vor anderen Kindereinrichtungen und Schulen in der Stadt sind (Groß-) Eltern hinter dem Steuer bei Polizeiaktionen als Temposünder aufgefallen.

Die Weidenstraße ist seit geraumer Zeit eine Sackgasse. An ihrem nördlichen Ende, an der Friedhofkreuzung, geht es für Pkw nicht weiter. Sie müssen in einem Wendehammer umdrehen. Somit ist klar, dass die Weidenstraße eigentlich nur von den direkten Anwohnern und den Kindergarteneltern sowie den Besuchern der evangelischen Kirche und in ihrem südlichen Teil von den Verkehrsteilnehmern benutzt wird, die über den Nussbaumweg zu den dortigen Wohnhäusern und der Sportanlage von Grün-Weiß fahren wollen. Ganz im Süden der Weidenstraße fließt ab der Einmündung Klein-Erkenschwicker-Straße über wenige Hundert Meter auch noch der Verkehr zum Wohngebiet „Lohhäuser Berg“.

Wer nun von der Stimbergstraße zur Kirche oder zum Kindergarten an der Weidenstraße fahren möchte, nutzt auch gerne mal den verkehrsberuhigt ausgebauten Schlingweg als – vermeintliche – Abkürzung. Und das auch oft zu schnell, denn auf dem Schlingweg darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Und den Abkürzungsverkehr zu verhindern, hat der Rat der Stadt im vergangenen Jahr schon einmal über eine Sperrung des Schlingwegs für den Durchgangsverkehr diskutiert. Ergebnis: Es soll erst das Ergebnis des Mobilitätskonzeptes abgewartet werden.

„Das soll bis Ende des Jahres fertig sein. Ein Untersuchungsschwerpunkt wird genau der Bereich Weidenstraße/Schlingweg sein“, kündigt der städtische Beigeordnete, Bernd Immohr, an. Im Sommer sollen auch die Bürger an der Konzepterstellung beteiligt werden. Welche verkehrslenkenden Maßnahmen dann ergriffen werden, darüber entscheidet der Rat.

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