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Vor allem diese Baumfällaktion von vor einem Monat auf dem Gelände der Stimbergschule in Klein-Erkenschwick sorgte bei vielen Bürgern für Unmut.

Nach Baum-Fällungen

Stadt erarbeitet Plan für Ersatz-Anpflanzungen

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OER-ERKENSCHWICK - Gleich mehrere große Baumfällaktionen sorgten in den vergangenen Wochen für Aufsehen und Unmut bei vielen Bürgern. Und die fragen sich: Werden die abgehackten Bäume auch wieder ersetzt?

Der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja. „Nur den genauen Zeitpunkt kann ich jetzt noch nicht benennen“, sagt Immohr.

Zur Erinnerung: Die größten Fällaktionen von auch gesunden, alten Bäumen wurden auf dem ehemaligen Stimbergschul-Gelände in Klein-Erkenschwick und am nördlichen Rand des Kirmesplatzes durchgeführt. In beiden Fällen mussten die Bäumen jeweils einem vom Stadtrat beschlossenen großen Bauprojekt weichen. „Um die Bäume tut es uns natürlich auch leid. Aber sie standen nun einmal einer politisch gewollten Stadtentwicklung im Weg“, erläutert Immohr.

Deshalb wurde mit der Baugenehmigung auch jeweils eine Fällgenehmigung erteilt. Dies allerdings laut Baumschutzsatzung mit der Auflage, dass Ersatzanpflanzungen (Kirmesplatz) durchgeführt oder Ausgleichszahlungen geleistet werden. Für die Fällungen in Klein-Erkenschwick waren das 50.000 Euro. Und diese Gelder gehen zweckgebunden an die Stadt und dürfen nur für ersatzweise Begrünungsmaßnahmen ausgegeben werden.

Durchführung später überprüft

„Ausgleichszahlungen in dieser Höhe hatten wir in der Vergangenheit noch nicht zu verbuchen“, erläutert Bürgermeister Carsten Wewers. „Wenn bislang die Genehmigung zum Fällen von einem oder mehreren Bäumen auf Privatgrundstücken erteilt worden sind, dann wurden meist an Ort und Stelle Ersatzanpflanzungen vorgeschrieben und deren Durchführung später auch von uns überprüft“, sagt Wewers weiter. Weil es noch keine eigene Position im städtischen Finanzhaushalt für „Einnahmen“ aus Ausgleichszahlungen und deren Verwendung gibt, will die Stadt nun eine Art „Pflanzplan“ erstellen, wann und wo welche Ersatzanpflanzungen durchgeführt werden sollen.

„Da bietet sich beispielsweise das Gelände für die neue Feuer- und Rettungswache oder für den neuen Kindergarten an“, sagt Bernd Immohr. Bürgermeister Carsten Wewers ergänzt: „Ich weiß, dass Bäume ein sensibles Thema sind. Und das ist auch gut so. Deshalb werden wir unsere Pflanzpläne nachvollziehbar und öffentlich machen.“

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