Nesselhaare lösen Hautentzündungen aus

Eichen-Prozessionsspinner wieder auf dem Vormarsch

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OER-ERKENSCHWICK - Der Eichen-Prozessionsspinner, dessen Raupenhaare Hautentzündungen auslösen können, ist auch in diesem Jahr wieder auf dem Vormarsch. Vorsichtshalber sind die Mitarbeiter des Baubetriebshofes in Raupen-Bereitschaft.

„Bei uns haben sich schon einige Bürger mit Verdachtsfällen gemeldet. Und die Kollegen halten natürlich auch die Augen offen. Bislang ist der Eichenprozessionsspinner bei uns aber noch nicht gesichtet worden“, sagt der Leiter des Baubetriebshofes, Gerold Schmelter.

In den Nachbarstädten ist das anders. In Datteln beispielsweise sind bereits die ersten Nester entdeckt worden. „Wir werden auch in diesem Jahr bei der Beseitigung der Nester mit einer Spezialfirma zusammenarbeiten“, sagt Schmelter.

Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums (Mai, Juni) des Eichen-Prozessionsspinners. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die (fast unsichtbaren) Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Die Raupendermatitis kann sich in drei verschiedenen klinischen Erscheinungsbildern zeigen: Quaddeln, Hautentzündung oder Knötchen, die an Insektenstichreaktionen erinnern. Vorsichtsmaßnahmen: - Grundsätzlich die Befallsgebiete meiden - Hautbereiche (zum Beispiel Nacken, Hals, Unterarme, Beine) schützen - Raupen und Gespinste nicht berühren - Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren - Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind

Dazu rät der Bauhofleiter auch den Bürgern. Denn die müssen Spinner-Nester auf ihren Privatgrundstücken selbst beseitigen. „Profiteams sind der sicherste Weg. Deren Mitarbeiter saugen in Schutzkleidung die Nester samt allen Haaren auf“, erklärt Schmelter. Man könne die Nester aber auch mit Sprühkleber einsprühen, abkratzen und dann in der Restmülltonne entsorgen. Wegen der winzigen Nesselhaare ist aber höchste Vorsicht geboten.

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