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Nächste Woche sollen die Versorgungsleitungen für die Häuser an der Kreuzung „Pieper“ gezogen werden. Die Telekom hat dem Investor eine Absage erteilt.

Neubauprojekt

Nach Telekom-Absage legt Westnetz sogar Glasfaser

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OER-ERKENSCHWICK - Investor Oliver Mumme ärgert sich: Für Grundversorger war Wirtschaftlichkeit für den Anschluss des Neubauprojekts nicht gegeben.

Kein Anschluss unter dieser Nummer an der Kreuzung Pieper : Dieses Schreckensszenario hatte Investor Oliver Mumme vor Augen, als die Telekom am Donnerstag mitteilte, dass sie das im Bau befindliche Mehrfamilien und die geplanten acht Doppelhaushälften nicht anschließen will.

„Bei einem Ortstermin mit allen Versorgern hat ein Ingenieur aus Recklinghausen noch signalisiert, dass mit der Telekom alles in Ordnung gehen würde. Und jetzt kommt ganz plötzlich eine Absage, wo die Gräben schon gezogen sind“, ärgert sich Mumme. Der Oer-Erkenschwicker pocht auf das Telekommunikationsgesetz (TKG). Demnach haben Endnutzer einen Anspruch auf Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und auf einen Zugang zu öffentlich zugänglichen Telefondiensten. Zurzeit erbringt die Telekom die Grundversorgungsleistungen in der Bundesrepublik.

Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney sieht das anders: „Wir haben keine Ausbauzusage für das Neubaugebiet getroffen. Unsere ,Nichtausbauentscheidung‘ haben wir wegen der dortigen Markt- und Wettbewerbssituation sowie der generell nicht vorhandenen Wirtschaftlichkeit getroffen.“ Wenn die Telekom dort Kupferkabel gelegt hätte, wären maximal sechs Megabit Download möglich gewesen. „Glasfaserkabel wäre noch deutlich teurer und für uns noch unwirtschaftlicher“, teilet McKinney mit. Zudem sei nach Paragraph 77, Abs. 7 (TKG) die Kommune in Neubaugebieten zuständig für die Sicherstellung passiver Netzinfrastrukturen mit Glasfaser.

Mummes Streit mit der Telekom dürfte die zukünftigen Bewohner der neuen Wohnungen und Eigenheime allerdings erfreuen. Nach der Absage von der Telekom hat der Investor mit Netzbetreiber innogy verhandelt, der vergangenes Jahr ein fast flächendeckendes Breitbandnetz in OE in Betrieb genommen hat. Mumme: „Statt mit Kupferkabel und Vectoring-Technik schließt Westnetz die neuen Häuser jetzt gleich mit Glasfaserkabel an.“

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