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Still sprießt das Grün am Nußbaumweg. Mit den geplanten 25 Eigenheimen wird es definitiv nichts.

Nußbaumweg

Eigenheim-Siedlung ist vom Tisch

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OER-ERKENSCHWICK - Die geplanten 25 Reihenhäuser von „Domus Kompakt“ am Nußbaumweg sind definitiv „gestorben“. „Wir werden dort nichts mehr bauen, geben das Grundstück an die Eigentümer, eine Erbengemeinschaft, zurück und werden sie auf Schadenersatz in Höhe von 700.000 Euro verklagen“, sagte Werner Helleckes von der Firma aus Bergisch Gladbach.

Seit April 2017 rührt sich nichts mehr auf der Baustelle neben dem Grün-Weiß-Platz. Die ehemalige Gaststätte Schneider, zuletzt China-Restaurant „Shangri La“, wurde zum Teil entkernt, die Ruine ist als gefährlicher Spielplatz geblieben. Bewegung in das Bauprojekt kam zuletzt nur beim Landgericht Köln. Ein Oer-Erkenschwicker Immobilienmakler verklagte die Firma „Domus Kompakt“ auf die Zahlung seiner Provision für den Grundstücksverkauf. Der Makler gewann jetzt den Prozess.

„Domus Kompakt“ geht in Berufung und weiter in die Offensive. Das von der Stadt Oer-Erkenschwick erworbene Grundstück am Nußbaumweg mit einer Größe von 716 Quadratmetern will die Firma aus Bergisch Gladbach hingegen bezahlen, aber an Interessenten weiterveräußern. „Dort kann man ein Mehrfamilienhaus oder zwei Eigenheime bauen“, sagte Helleckes. Gescheitert ist das Bauprojekt letztlich an Gewässerproblemen. Die Untere Wasserbehörde des Kreises machte den Investoren zur Auflage, für die kleine Siedlung einen zusätzlichen Regenrückhaltekanal zu bauen. Zusätzlich blockierte ein weiteres Gewässer den Baubeginn am Nußbaumweg, nämlich der Hegenbach.

Der im Sommer meist trockene Vorfluter für den Lohhäuser Berg kostete „Domus Kompakt“ wegen vorgeschriebener Mindestabstände zur Bebauung rund 800 Quadratmeter Bauland, unterm Strich bedeutete das den Verlust von drei Reihenhäusern. Das Unternehmen ging beim Kauf davon aus, dass das gesamte Grundstück mit 6755 m² bebaubar war. Darum geht es auch bei dem Streit zwischen den beiden Parteien. „Unter diesen Bedingungen lohnt sich die Vermarktung des Grundstücks jedenfalls nicht mehr“, meinte Helleckes, der auch mal als Spielerberater des Fußballers Ailton tätig war. Bis sich ein anderer Investor findet, liegt die neue Siedlung am Nußbaumweg nun erst mal auf Eis.

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