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Männliche Politessen nennt man Politeur: Ordnungsamt-Mitarbeiter Niko Prochaska (22) muss in diesem Fall an der Straße „Auf dem Kolven“ sogar die rote Karte ziehen. Das parkende Auto versperrt die Sicht und eine Einfahrt.

Parkverstöße an Schulen

Stadt zeigt Eltern die gelbe Karte

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OER-ERKENSCHWICK - Jedes Jahr das gleiche Problem nach den Sommerferien: Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, stehen im Halteverbot, versperren die Sicht oder Einfahrten. Parksündern zeigt die Stadt dafür die gelbe Karte.

Bis zu zehn Mitarbeiter des Ordnungsamtes haben vergangene Woche zum Schulanfang an allen Grundschulen kontrolliert und bei Parkverstößen gelbe Verwarnungszettel mit dem Hinweis „Sie haben Ihr Fahrzeug verkehrswidrig abgestellt“ verteilt. Mit einem kostenpflichtigen Knöllchen müssen diese Falschparker aber nicht rechnen, es handelt sich lediglich um eine Verwarnung.

„Ich habe mit etlichen Eltern gesprochen. Die meisten zeigten sich verständig“, sagte Politesse Petra Sandhaus. Sie überwacht schon seit mehr als 30 Jahren den Verkehrsraum und kennt das, wenn Eltern Schulanfänger mit dem Auto bis zum Klassenzimmer fahren wollen.

An jeder Schule stellt sich das Problem etwas anders dar. Obwohl in unmittelbarer Nähe der Alber-Schweitzer-Schule genügend Parkmöglichkeiten gibt, lassen manche Eltern ihr Auto im absoluten Halteverbot stehen und bringen ihr Kind bis in die Klasse. An der Haardschule blockieren Eltern die Feuerwehrzufahrten und parken auf dem Gehweg, sodass die Kinder auf die Straße ausweichen müssen. Die blau markierten Elternhaltestellen der Ewaldschule werden leider nicht nur zum Ein- und Aussteigen, sondern auch zum Parken missbraucht.

Besonders gefährlich stellt sich die Situation an der Clemens-Höppe-Schule dar. Bedingt durch die Baustelle auf der Ewaldstraße kapriziert sich der Schulverkehr zurzeit auf die Straße „Auf dem Kolven“. Das ist eine Anlieger- und Einbahnstraße. Neben der Schule steht auch noch ein Kindergarten. Wenn Autos dort am Zaun parken, versperren sie nicht nur Ausfahrten, sondern auch die Sicht.

„Kinder sind eben kleiner als Autos. Es geht hier nicht darum, mit Knöllchen Geld in die Stadtkasse zu bringen. Es geht um die Sicherheit der Kinder. Unser Ziel ist, dass möglichst kein Kind auf dem Schulweg verletzt wird“, sagt Ordnungsamtsleiterin Gabriele Hinz.

Und offenbar haben viele Eltern die Botschaft mit den gelben Karten verstanden. Politesse Vera Peterlin meinte: „Wir mussten zum Start der zweiten Schulwoche nur zwei rote Karten zeigen. Da kommt ein Knöllchen nach.“ Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass an den Schulen in den nächsten Tagen weiter streng kontrolliert wird. Insbesondere für Wiederholungstäter gibt es auf jeden Fall die rote Karte!

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