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Wollen in Zukunft vor Ort ein politisches Wörtchen mitreden: Der stellvertretende Vorsitzende Damian Galle, Schatzmeisterin Sylvana Wrenger, und der Ortsverbandsvorsitzende von „Die Partei“, Sebastian Schroer.

„Die Partei“

Satire als politisches Mittel (vor) der Wahl

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OER-ERKENSCHWICK - Die politische Landschaft in der Stimbergstadt wird bunter. Jetzt gibt es mit dem Ortsverband von „Die Partei“ auch eine satirische Polit-Gruppierung in der Stadt. Vorsitzender ist Sebastian Schroer.

Der 35-jährige IT-Trainer Sebastian Schroer ist Oer-Erkenschwicker und in der Kommunalpolitik kein Unbekannter. Von 2006 bis 2009 fungierte er bereits als Ratsmitglied für die SPD. Innerhalb der Sozialdemokraten war Schroer damals als streitbarer Jungsozialist bekannt. Im April vergangenen Jahres ist er aus der SPD ausgetreten.

Nun engagiert sich Schroer für „Die Partei“. 150 Mitglieder hat die satirisch-politische Gruppierung im Kreis Recklinghausen. Auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2020 werden nun Ortsvereine im Kreis gegründet. Satire steht im Vordergrund der Arbeit der „Partei“-Mitglieder. „Satire ist unter anderem eine Antwort auf den politischen Rechtsruck in der Gesellschaft. Dabei ist es eigentlich traurig, dass jetzt Satiriker die Arbeit machen müssen, die die etablierten Parteien eigentlich zu übernehmen hätten“, sagt Schroer.

„Die Partei“ für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative ist laut Internetlexikon Wikipedia eine 2004 von Redakteuren des Satire-Magazins „Titanic“ gegründete deutsche Kleinpartei. In ihrem Programm ist unter anderem der Einsatz für Gerechtigkeit, für Europa und eine – Achtung – Bierpreisbremse festgeschrieben.

Der Schwerpunkt der Arbeit der Satire-Politiker von „Die Partei“ liegt nach Angaben ihres Vorsitzenden Sebastian Schroer zunächst auf den im Frühjahr anstehenden Europawahlen. „Wir werden aber auch bei den Kommunalwahlen 2020 antreten und einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten stellen“, sagt Schroer. Bis dahin sollen aber noch weitere Mitglieder geworben werden, die die bislang vier Aktiven unterstützen sollen. Ab dem Frühjahr sollen öffentliche Monats-Stammtische im „Warstiner am Markt“ an der Marktstraße stattfinden. Neue Gesichter sind dann gern gesehen.

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