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Beim Studium der Pläne: (v.r.) Architekt Eckart Hanstein und Werner Hellekes von dem Unternehmen „Domus Kompakt“ sowie Bürgermeister Carsten Wewers und Baudirektor Bernd Immohr während eines Ortstermins.

Pläne für den Nußbaumweg

Wohnen statt Wok-Menüs

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OER-ERKENSCHWICK - Am Nußbaumweg rücken in Kürze die Bagger an. Das Gebäude des ehemaligen China-Lokals „Shangri La“ (früher: Gasthof Schneider) wird abgerissen. Bis Mai sollen dort 25 Einfamilien-Reihenhäuser entstehen. Und die werden größtenteils zur Miete angeboten.

Das Unternehmen „Domus Kompakt“ aus Bergisch Gladbach hat das Gebäude samt 6 755 Quadratmeter großem Grundstück gekauft. „Mit dem Abriss des Hauses wollen wir unmittelbar, nachdem die Baugenehmigung vorliegt, beginnen“, sagt Architekt Eckart Hanstein:

Und der Baugenehmigung steht nichts im Wege, stellen Bürgermeister Carsten Wewers und der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, fest. „Ich freue mich darüber, dass die mit öffentlichen Geldmitteln geförderten Einfamilienhäuser zur Miete angeboten werden. Damit entsteht attraktiver Wohnraum für junge Familien zu einem Quadratmeter-Mietpreis von nur 5,25 Euro“, sagt Wewers. Die Häuser werden als Fertigbauten errichtet und enthalten je eine baulich integrierte Pkw-Stellfläche. Lediglich die Reihenendhäuser beiderseits der kleinen Erschließungs-Sackgasse haben eine Außengarage. „So vermeiden wir einen optisch unschönen Garagenhof“, sagt Werner Hellekes von „Domus Kompakt“.

Die Wohnfläche in den Häusern, von denen einige auch gekauft werden können, liegt bei 115 Quadratmetern, verteilt auf vier bis fünf Zimmer. „Genau solche Wohn-Angebote fehlen uns“, betont Carsten Wewers. Interessant: Die abgerissenen Gebäudeteile werden übrigens vor Ort zerkleinert und für den Bau der Erschließungssackgasse verwendet. Zwischen dem neuen Wohnquartier und dem Fußballplatz von Grün-Weiß wird eine Bio-Schallschutzmauer gebaut, die Richtung Norden entlang des Bachlaufs um das Fußballfeld herumgeführt wird.

„Die Bewohner des Lohhäuser Bergs profitieren also auch davon“, stellt der Bürgermeister fest. Eine drastisch ansteigende Verkehrsbelastung durch die neuen Häuser sieht Baudirektor Immohr nicht. „Die ist mit Sicherheit geringer als zu den Zeiten, als das Restaurant noch gut frequentiert war.“

Für die Mitglieder der Brieftauben-Reisevereinigung bedeutet der Abriss des Gebäudes, dass sie sich eine neue Bleibe suchen müssen. „Die kurzfristige Kündigung hat uns natürlich zur Unzeit erwischt. Schließlich waren wir seit Jahrzehnten an dem Standort“, sagt Taubensportler-Chef Jürgen Majchrzak. Der Vorstand der Reisevereinigung ist jetzt auf der Suche nach einer Lösung. Und die Zeit drängt: Die Frühjahrsmeisterschaft muss geplant werden...

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