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Sowohl der Glockenturm (l.) als auch das Kirchengebäude im Bickefeld werden laut LWL- Gutachten als denkmalwert eingestuft.

In Rapen

Marienkirche wird Baudenkmal

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OER-ERKENSCHWICK - Am kommenden Montag wird der Stadtentwicklungsausschuss zur Kenntnis nehmen, dass die Pfarrkirche St. Marien im Rapener Bickefeld in die Denkmalliste der Stadt eingetragen wird. Die Ergebnisse einer Untersuchung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) liegen vor: Die Kirche ist demnach ein „bedeutendes Zeugnis für den katholischen Kirchenbau nach 1945“.

Lange fürchteten die Bürger aus dem Ortsteil, wie es um die Zukunft ihrer Kirche bestellt ist. Doch spätestens nach dem Plazet des Bistums zum Umbau, der im Frühjahr 2019 startet, wurde deutlich, dass die Marienkirche erhalten bleiben kann Das nun vom LWL vorgelegte Gutachten belegt zudem, dass das Gebäude Denkmalwert besitzt – genauer gesagt der gesamte Kirchenbau mit Turm und Sakristei, mit seiner Erstausstattung und mit der Vorplatzgestaltung. Dagegen sind das Pfarrhaus und der benachbarte Kindergarten nicht Teil des Denkmals.

St. Marien geht aus einer Filialgründung der Gemeinde St. Josef hervor, nachdem 1950/51 wegen weiter Wege und einer steigenden Zahl von Katholiken ein Kirchenbauverein gegründet wurde. 1958 wurde zunächst der Kindergarten eröffnet, zwei Jahre später begannen die Planungen für den Kirchenbau.

Das Osterfest 2019 wird noch wie gewohnt in der Marienkirche gefeiert. Danach haben die Handwerker das Sagen. - 1,5 Mio. Euro werden von Bistum und Gemeinde für den Umbau investiert. - Ein Jahr lang ist die Kirche dann eine Baustelle. Ab 2020 befindet sich das Pfarrheim dann im Kirchengebäude, mobile Wände sorgen für eine Abtrennung. Auf Bänke müssen die Gläubigen dann verzichten, stattdessen gibt es Stühle.

Gutachter Dr. Heinrich Otten führt mehrere Gründe an, die für den Denkmalwert sprechen. Aus architektonischer Sicht sei das Gotteshaus ein ansprechendes Beispiel für Bauten der frühen 1960er-Jahre. Die kubische Flachdacharchitektur sei prägend. Aber auch in künstlerischer Sicht sind nach Ottens Auffassung viele Merkmale prägend: Marienfigur, Hängekreuz und vor allem der Taufstein mit vier Pfeilern und Weihwasserstellen ragen heraus. Was auch für die Glasmalerei von Künstler Wilhelm Buschulte aus Unna gilt.. Mit Farbkompositionen, vorrangig in gelblichen und bläulichen Tönen – bewege sich die Kirche „auf Höhe der Zeit“. Städtebaulich prägend sei zudem das gesamte Gebäude mit dem seitlich stehenden Turm.

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