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Die Stadt steigt gemeinsam mit dem Energieversorger Innogy in den Betrieb des Gasnetzes ein und will sich so ihren Anteil an den Netzentgelten sichern.

Ratsbeschluss

Bädergesellschaft kauft Gasrohrnetz

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OER-ERKENSCHWICK - Nicht die Stadt selbst, sondern die kommunale Bäderbetriebsgesellschaft wird ab 1. April zusammen mit dem Energieversorger Innogy das Gasrohrnetz auf dem Gebiet der Stimbergstadt betreiben. Entsprechende Pläne hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich abgesegnet.

Danach übernimmt die stadteigene Bäderbetriebs GmbH 51 Prozent der Anteile einer noch recht jungen Oer-Erkenschwicker Netz GmbH. 49 Prozent hält Innogy. Zur Erinnerung: Nach 20 Jahren wäre jetzt die Konzession für den bislang ausschließlich von Innogy sichergestellten Betrieb der rund 80 Kilometer langen Gasleitungen erneut zu vergeben gewesen. „Eine solche Konzessionsvergabe ist natürlich immer wieder ein Anlass, grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Zum Beispiel darüber, ob wir als Stadt das Leitungsnetz nicht selber betreuen sollen“, erläuterte bereits im Vorfeld der Ratssitzung Stadtkämmerer Heinz Schnettger.

Zumindest eine Beteiligung ist für die Gemeinde finanziell durchaus lukrativ. „Denn der Betreiber eines Gasleitungsnetzes erhält von den Gasanbietern sogenannte Netzentgelte. Und davon möchten wir als Gemeinde möglichst profitieren“, sagt Schnettger. Nach langen Verhandlungen hatte sich die Stadt mit dem Gasnetzeigentümer Innogy geeinigt. Die Bäderbetriebsgesellschaft, deren Gesellschaftszweck für die neue Betätigung erweitert wird, erwirbt für kreditfinanzierte 2,7 Mio. Euro 51 Prozent Anteile an der neuen Gasnetzgesellschaft. Wenn das, wie bereits von den Aufsichtsbehörden so angekündigt wurde, winken der Bädergesellschaft nach Abzug der Kreditrate schon in diesem Jahr Gewinne in Höhe von 160.000 Euro aus den Netzentgelten.

Mit diesen Gewinnen sollen Verluste aus dem Maritimo-Betrieb aufgefangen werden, die unter anderem wegen der geplanten Sanierung und Attraktivierung des Freizeitbades entstehen. Derzeit wird eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die die Kosten für die Baumängelbeseitigung, Sanierung und die geplante Attraktivierung ermittelt und Prognosen zur künftigen Wirtschaftlichkeit des Bades nach Abschluss der Maßnahmen erstellt.

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