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Der neue Vorstand: (v.l.) Myriam Stendera, Ulrike Janzen, Stefanie Meißner, Katharina Schmitt, Ute Rasche, Ute Brinkmann, Günter Demant.

Ratten machen sich in maroder Tierauffangstation breit

Tierschutzverein hofft auf Unterstützung von der Politik

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OER-ERKENSCHWICK - Bei Ratten hört auch beim Tierschutzverein die Tierliebe auf. Die dringen nämlich in Scharen in die maroden Holzhütten der Tierauffangstation am Bauhof ein. „Die Ratten sind ein Problem. Und es bleiben nur bauliche Maßnahmen, um dem Herr zu werden“, erklärt die von den Mitgliedern in ihrem Amt bestätigte Vorsitzende Ute Brinkmann während der Jahreshauptversammlung.

„Wir können in den Hütten keine Katzen mit Jungen mehr sicher unterbringen. Dasselbe gilt für das Tierfutter.“ Im einzelnen handelt es sich um einen alten Zwinger, eine Taubenvoliere, Kleintierhäuser und die Bürohütte. Nun hofft man seitens der Tierschützer auf Unterstützung durch die Politik. Es geht um finanzielle Zuschüsse des Landes zu den Baukosten. Die FDP hatte – wie berichtet – in der vergangenen Woche einen Bürgerantrag auf Überprüfung der Situation an der Station in den Hauptausschuss eingebracht.

Auch der Bürgermeister habe Unterstützung signalisiert, berichtet Ute Brinkmann. „Wir werden uns in der nächsten Zeit intensiv mit dem Antrag auf Zuschüsse beschäftigen. Da sind nämlich etliche Voraussetzungen zu erfüllen.“

Auch an anderer Stelle kommen zusätzliche Kosten auf den knapp 200 Mitglieder starken Verein zu. Bisher hat der Verein beim Landesumweltamt (LANUV) alljährlich Zuschüsse für die Katzen-Kastration bekommen (40 Euro pro Katze, 25 Euro pro Kater) Bislang gäbe es in diesem Jahr keine Mittel. Da die Zuschüsse nicht rückwirkend gewährt würden, gäbe es mindestens für das erste Halbjahr kein Geld. 2018 hat der Verein 23 Hunde, 73 Katzen und 58 andere Tiere betreut. 102 Tiere konnten in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Auch die stellvertretende Vorsitzende Katharina Schmitt wurde im Amt bestätigt. Ebenso Schatzmeister Günter Demant. Neue Tierheimbeauftragte ist Ulrike Janzen, um die Öffentlichkeitsarbeit kümmer sich nun Ute Rasche. Die Kasse prüfen zukünftig Myriam Stendera und Stefanie Meißner.

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