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Im Namen der Realschule nahmen Larissa (l.) und Marlon (r.) die Spende aus Händen von Volksbank-Regionaldirektorin Barbara Bohner und Sparkassen-Marktbereichsleiter Andreas Peschl entgegen.

Realschule

Geldinstitute spenden für Auschwitz-Fahrt

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OER-ERKENSCHWICK - In Zeiten, in denen der Antisemitismus erneut Einzug in die Gesellschaft hält, ist vor allem eines von unschätzbarem Wert: Wissen – Wissen um das, was im Holocaust wirklich geschehen ist. Um bereits Jugendliche an dieses Thema heranzuführen, findet bereits zum 13. Mal an der Christoph-Stöver-Realschule eine Studienfahrt nach Auschwitz statt – die Realschüler können sich dazu freiwillig melden.

Damit die Reise finanziert werden kann, ist die Schule aber auf Spenden angewiesen, und da springen örtliche Volksbank und Sparkasse ein. Von beiden Geldinstituten gibt es jeweils 1000 Euro. „Damit ist die Finanzierung gedeckelt. Wir warten noch auf eine Förderzusage des Landes NRW“, sagte Lehrerin Sigrid Janssen, die mit Kollegin Hanna Eilebrecht die Studienreise für 20 Jugendliche der zehnten Jahrgangsstufe organisiert. Damit bleibt für die Schülerinnen und Schüler ein Eigenanteil in Höhe von 200 bis 250 Euro bestehen.

„Es ist eine Fahrt gegen das Vergessen“, sagte Ruth Pettek, stellvertretende Schulleiterin, bei der Spendenübergabe zu den Schülern. Da der Antisemitismus zunehme, sei es „umso wichtiger, das ihr das kennenlernt.“ Am 1. April bricht die Gruppe für fünf Tage auf, dann liegt eine Zeit der umfasenden Vorbereitung im Rahmen einer nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaft hinter den Schülern.

Zunächst steht Auschwitz mit dem Stammlager und Vernichtungslager auf dem Plan, hier informieren sich die Jugendlichen über dieses dunkle Kapitel deutscher Weltkriegsgeschichte. „Ich interessiere mich sehr für dieses Thema und habe schon viele Dokumentationen gesehen. Doch es wirklich zu sehen, macht Geschichte greifbarer“, erzählt die 16-jährige Larissa. Am dritten Tag geht es nach Krakau, hier trifft die Gruppe einen Zeitzeugen und erlebt die jüdische Kultur. Sigrid Janssen sagte, dass die Schüler danach mitreden können, ihre Meinung vertreten, denn sie haben die Schrecken von Auschwitz selbst gesehen. Denn diese Fahrt ist nicht nur ein Blick zurück in die Geschichte, sondern „wir gehen der Frage nach, was dies für uns heute bedeutet.“

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