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Schlagloch-Baustelle Westerbachstraße: Genau wie auf der Von-Waldthausen-Straße ist hier eine Komplettsanierung der maroden Fahrbahn geplant und wegen der Diskussion um die Straßenbaubeiträge vorerst auf Eis gelegt.

Schlaglöcher

Straßen mit 17 Tonnen Kaltasphalt plombiert

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OER-ERKENSCHWICK - Kaum Schnee auf der Straße, keine Dauerfröste – trotzdem hat der Winter Spuren im Asphalt hinterlassen. Die größten Schlaglöcher hat der Bauhof bereits mit 17 Tonnen Kaltasphalt plombiert.

Mehr Flickzeug als sonst: „Vergangenen Winter brauchten wir nur zwölf Tonnen Kaltasphalt“, sagt der stellvertretende Bauhofleiter Georg Hölscher. Schuld an der Schweizer-Käse-Optik auf den Straßen sind nämlich nicht besonders strenge Winter, sondern häufige Temperaturwechsel zwischen Frost- und Tauwetter.

Eine Reparatur mit Kaltasphalt für rund 130 Euro die Tonne ist aber nur eine Zwischenlösung. Im ungünstigen Fall lösen sich die Flicken schon beim Frost im nächsten Winter. „Bei Straßen, die durch Schwerlastverkehr und Busse besonders stark beansprucht werden, hält solch ein Flickenteppich ohnehin nicht lange“, meint Hölscher.

„Heiße“ Alternative mit Bitumen und Split

Der komplette Neuaufbau einer Straße wäre die beste, ist aber auch die mit Abstand teuerste Lösung. Für eine kostengünstigere Reparatur durch Dünnschicht-Kalteinbau (DSK) mit einer bis zu 1,5 Zentimeter starken neuen Asphaltdecke fehlt dem Bauhof allerdings das nötige Gerät. Beschädigte Straßen insbesondere im Außenbereich repariert die siebenköpfige Bauhof-Straßenkolonne daher auch selbst mit einfachen Mitteln. Flüssiges Bitumen wird in mehreren Schichten auf die Straße gespritzt, Split aufgetragen und mit einer Dampfwalze verdichtet. „Solche großflächigen Reparaturen sind wesentlich haltbarer als Flicken mit Kaltasphalt“, sagt Hölscher.

Haben Sie auch große Schlaglöcher auf ihrer Straße entdeckt. Dann rufen Sie uns an unter Tel. 0 23 68/91 72 44 12 oder schreiben Sie uns eine E-Mail: szredaktion@medienhaus-bauer.de

Mit um die 35 Tonnen Bitumen und 350 Tonnen Split kalkuliert der Bauhof in der Regel für die Beseitigung von Winterschäden. Kostenpunkt: rund 30.000 Euro. Der Nachteil: „Heiße“ Reparaturen sind nur bei dauerhaften Temperaturen im zweistelligen Bereich möglich. Ein ganz heißer Kandidat für die Dampfwalze ist auf jeden Fall die Straße „Im Bruch“ in Oer.

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