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Schon lange vor Innogy hat die Stadt in der Kanalisation ein eigenes Glasfasernetz verlegt.

Stadt ist verkabelt

Glasfaser-Netz in der Kanalisation

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OER-ERKENSCHWICK - Möglicherweise noch dieses Jahr beginnt in Oer-Erkenschwick der öffentlich geförderte Ausbau des Breitbandnetzes mit Glasfaserkabeln. Was viele Bürger nicht wissen: Die Stadt verfügt schon seit mehr als 20 Jahren über ein eigenes Glasfasernetz.

Weil dafür keine großen Löcher gebohrt werden mussten, hat von dem Ausbau damals aber kaum jemand etwas mitbekommen. Die Glasfaserkabel wurden nämlich in vorhandenen Abwasserkanälen verlegt. Die Strecke vom Rathaus bis zum Kanalknotenpunkt unter dem Berliner Platz hat eine Spezialfirma eingebracht. Von dort aus haben Mitarbeiter des Baubetriebshofs 1996 das Glasfaserkabel an den Rohrdecken befestigt und zu städtischen Einrichtungen gezogen.

„Über dieses Breitbandkabel sind die wichtigsten Dienststellen der Stadt miteinander verbunden“, sagte Stadtsprecher Peter Raudszus. An das Rathaus angeschlossen sind Feuerwehr, Baubetriebshof, Stadtbücherei Volkshochschule und Jobcenter. Nicht im Netzwerk sind die städtischen Schulen. „Damals waren Computer an Schulen noch kein großes Thema. Es bestand keine Notwendigkeit, sie an das Netz anzuschließen“, sagte Raudszus.

Die anderen Dienststellen benötigten hingegen dringend den Anschluss an das Netzwerk der Gemeinsamen Kommunalen Datenzentrale (GKD), um die für ihre Arbeit notwendigen Programme nutzen zu können. „Wegen der sensiblen Daten von Bürgern ist dieses Verwaltungsnetz in sich abgeschlossen. Verbindungen zur GKD-Zentrale laufen auch über Richtfunkstrecken“, sagt der städtische IT-Leiter Christian Törk. Richtfunkantennen befinden sich unter anderem auf den Dächern der Feuerwache und der Volkshochschule. Ein Teil des Datenverkehrs fließt über den Sendemast an der ehemaligen Radarstation in der Haard.

„Man muss sich das kleine städtische Glasfasernetz vorstellen wie ein Heimnetzwerk. Der Router steht im Rathaus. Daran sind die städtischen Dienststellen mit einem Kabel angeschlossen“, meinte Törk. Über diese Leitungen können innerhalb der Stadtverwaltung Daten im Gigabit-Takt hin- und hergeschoben werden. Törk: „Für den Zugang ins Internet bleiben allerdings nur etwa zehn Megabit. Den größten Teil der Leitungskapazität brauchen wir für die Aufrechterhaltung der Verbindungen zur Datenzentrale in Recklinghausen.“

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