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Der Kindergarten an der Weidenstrasse soll um zwei Gruppen erweitert werden.

Trägeranteil für Kindergarten-Erweiterung

Evangelische Kirchengemeinde fordert langfristige Garantie

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OER-ERKENSCHWICK - Die Erweiterung des evangelischen Fliedner-Kindergartens an der Weidenstraße um zwei Gruppen ist erst mal auf Eis gelegt. Die Stadtverwaltung hat die Beschlussvorlage von der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses genommen. Nach Angaben von Jugendamtsleiter Detlef Rabas gäbe es noch Klärungsbedarf bei der Garantie für die Übernahme der Trägeranteile durch die Stadt.

Die evangelische Kirchengemeinde muss für die rund eine Million Euro teure Erweiterung der Kita zehn Prozent Eigenanteil – das wären etwa 100.000 Euro – selbst aufbringen. Gleichzeitig ist der Erweiterungsbau für 20 Jahre zweckgebunden, sonst muss die Gemeinde öffentliche Mittel zurückzahlen. „Angesichts sinkender Kirchensteuereinnahmen wollen wir kein Risiko eingehen und haben von der Stadt für den gleichen Zeitraum von 20 Jahren um eine Garantie für die Übernahme der Trägeranteile an den Betriebskosten gebeten“, sagte Kirchmeister Jürgen Behrendt. Der Trägeranteil beträgt zwölf Prozent und macht für die drei evangelischen Kindergärten pro Jahr rund 100.000 Euro aus.

Die Stadt will allerdings wie bisher nur eine dreijährige Garantie für die Kostenübernahme geben. „Im Gespräch mit uns hat der Bürgermeister geäußert, die Kirchengemeinde wolle sich mit der Kindergartenerweiterung sanieren. Davon kann keine Rede sein. Wir wollen der Stadt nur bei der Schaffung dringend notwendiger Kindergartenplätze helfen“, meinte Behrendt.

Bürgermeister widerspricht

Bürgermeister Carsten Wewers widerspricht indes auf Nachfrage dieser Zeitung der Darstellung, er hätte geäußert, die evangelische Kirchengemeinde wolle sich sanieren. Den Gemeindevertretern sei bekannt gewesen, dass das Thema im Ausschuss von der Tagesordnung genommen werde und man wolle dann gemeinsam an einer Lösung arbeiten.

Der Bürgermeister hat inzwischen Post vom Presbyterium, vom Trägerverbund der evangelischen Kindertageseinrichtungen und von der Superintendentin bekommen, in der die Kirchenvertreter noch mal ihre Sicht der Dinge darstellen. Presbyteriumsmitglied Gabriele Engfer hat auch im Jugendhilfeausschuss die Position der evangelischen Gemeinde dargestellt. Zu einer Debatte über das Thema kam es allerdings nicht, weil der Tagesordnungspunkt abgesetzt war.

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