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Verena Schneider kümmert sich um die Tauben auf der Auffangstation.

Unterstützung benötigt

Tierschutzverein hat zu wenig Helfer

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OER-ERKENSCHWICK - Während es an verletzten oder ausgesetzten Vier- und Zweibeinern nicht mangelt, braucht der Tierschutzverein dringend menschliche Unterstützer.

„Wir können nicht helfen, weil keine Helfer da sind“, bringt es Verena schneider vom Oer-Erkenschwicker Tierschutzverein auf den Punkt. Sie steht in den Vogelvoliere – quasi ihr Hoheitsgebiet – und kann nur mit den Schultern zucken.

Das Problem sind soziale Netzwerke wie Facebook. „Bürger posten hier Fotos von verletzten Tieren, die sie zum Beispiel am Straßenrand sehen. Und fordern uns auf, ihnen zu helfen“, berichtet die Tierschützerin. Doch das ist nicht immer sofort möglich. Denn die Tierschützer sind selbst berufstätig. Einträge auf Facebook sehen sie nicht immer sofort, und können auch nicht gleich zur Stelle sein. Da vergehen auch mal ein paar Stunden – Zeit, die die Tiere nicht haben. Deswegen meint Verena Schneider: „Die Finder müssen selbst aktiv werden.“ Sie möchte die Angst davor nehmen, ein verletztes Tier aufzuheben und zum Arzt zu bringen. „Bei einer Taube reicht zum Beispiel auch ein Baumwollbeutel zum Transport.“

Dringend Helfer gesucht

Und einen weiteren Wunsch hat die Tierschützerin: „Wir brauchen dringend weitere Helfer – auch für die Pflege der Tauben.“ Rund 30 Exemplare leben auf der Tierauffangstation hinterm Baubetriebshof. Sie sind Verena Schneiders Schützlinge. Brieftauben und auch Mischlinge aus Stadt-, Rasse- und Brieftauben finden hier Schutz. Es sind alles Fundtiere aus Oer-Erkenschwick. „Man muss sich bewusst machen, dass zum Beispiel Hochzeitstauben nach dem Auflassen in der Regel nicht mehr nach Hause finden“, weiß Schneider.

Auf dem Parkdeck der Neuen Mitte kontrolliert sie die Population, indem sie einmal pro Woche die Eier austauscht – 900 sind es bereits. Für diese Arbeit, aber auch für die Hilfe in der Auffangstation werden nun dringend Mitarbeiter gesucht. Schneider: „Es reicht auch schon, wenn jemand ein paar Stunden pro Woche Zeit hat.“ Und einen Wunsch hat sie noch: einen Stadttaubenschlag. Doch auch dafür braucht es tatkräftige Hilfe.

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