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Die Stadt steigt gemeinsam mit dem Energieversorger Innogy in den Betrieb des Gasnetzes ein und will sich so ihren Anteil an den Netzentgelten sichern.

Vertrag mit Innogy

Gasnetz soll der Stadt Geld in die Kasse spülen

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OER-ERKENSCHWICK - Stadt und Energieversorger Innogy betreiben ab April das Gasleitungsnetz im Ort gemeinsam. Für die Bürger ändert sich nichts, die Gemeinde erhofft sich aber Einnahmen in sechsstelliger Höhe.

Eigentlich müsste der Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung die Konzession für den Betrieb der rund 80 Kilometer langen Gasleitungen vergeben. Der vor 20 Jahren geschlossene Vertrag läuft jetzt aus, und der erneute Konzessionsvertrag für weitere zwei Jahrzehnte ist bereits vor 24 Monaten ausgeschrieben worden. Beworben hatten sich daraufhin der bisherige Konzessionsinhaber Innogy, sowie Gelsenwasser und der Energieversorger EOn.

„Eine solche Konzessionsvergabe ist natürlich immer wieder ein Anlass, grundsätzliche Überlegungen anzustellen. Zum Beispiel darüber, ob wir als Stadt das Leitungsnetz nicht selber betreuen sollen“, erläutert Stadtkämmerer Heinz Schnettger. Aber dafür fehlt der Stadt das Fachpersonal sowie das nötige technische Wissen. Allerdings ist eine Beteiligung für die Gemeinde finanziell durchaus lukrativ. „Denn der Betreiber eines Gasleitungsnetzes erhält natürlich von den Gasanbietern sogenannte Netzentgelte. Und davon möchten wir als Gemeinde möglichst profitieren“, sagt Schnettger.

Gewinne bereits im ersten Jahr

Nach langen Verhandlungen hat sich die Stadt nun mit dem aktuellen Gasnetzeigentümer Innogy geeinigt. Beide Parteien gründen die Oer-Erkenschwicker Netz GmbH. 51 Prozent hält die Stadt, 49 Prozent Innogy. Diese Gesellschaft erwirbt von dem Energieversorger das Gasnetz. Die Stimbergstadt muss dafür einen über Kredite finanzierten Anteil in Höhe von 2,7 Mio. Euro bezahlen. Die Investition ist von den Aufsichtsbehörden trotz klammer Gemeindekassen bereits genehmigt. Denn schon in diesem Jahr werden von der Stadt nach Abzug der Kredit-Rückzahlungsrate Gewinne in Höhe von 160.000 Euro erwartet.

Vor fünf Jahren hat die Stadt mit Innogy den Konzessionsvertrag für das Stromnetz verlängert. „Wir haben in diesen Vertrag aber eine Ausstiegsklausel aufnehmen lassen, die uns ein Sonderkündigungsrecht zum jetzigen Zeitpunkt einräumt“, erläutert Kämmerer Schnettger. Denn die neue Netzgesellschaft will künftig auch die Stromleitungen bewirtschaften. Das, so die Stadt, schaffe Planungs- und Versorgungssicherheit für die Bürger.

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