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In Lübeck ist bereits seit mehr als zwei Jahren ein Schwerlast-Rettungswagen im Einsatz.

Viele Tragehilfe-Einsätze

Immer mehr übergewichtige Partienten

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OER-ERKENSCHWICK - Stark übergewichtige Patienten stellen für die Rettungsdienst-Mitarbeiter der heimischen Feuerwache immer häufiger eine Herausforderung dar.

„Die Zahl der sogenannten Tragehilfe-Einsätze der hauptamtlichen Feuerschutz-Mitarbeiter zur Unterstützung der Sanitäter nimmt deutlich zu“, berichtet der Leiter der Feuer- und Rettungswache, Gerd Pokorny. Ist ein Patient stark übergewichtig, bringt das für die Rettungssanitäter in zweierlei Hinsicht Probleme mit sich. „Im Schnitt dreimal pro Monat kommt es vor, dass die Kollegen den Betroffenen nicht zu zweit transportieren können, weil er zu schwer ist. Dann rücken die Kollegen vom Löschzug Wache mit aus, um zu unterstützen“, erklärt Pokorny.

Ist ein Patient allerdings sehr stark übergewichtig, dann gibt es zudem technische Probleme. Denn die Tragen in den Rettungswagen sind nur für Menschen bis zu einem Körpergewicht bis zu 218 Kilogramm ausgelegt. Aber es gibt Fälle, da sind Patienten sogar deutlich schwerer und stark bewegungseingeschränkt. Dann haben die Oer-Erkenschwicker Rettungskräfte bislang Unterstützung aus Herne angefordert. Denn die Herner Feuerwehr verfügt über einen Schwerlast-Rettungswagen. Problem ist nur, dass dieses Fahrzeug mindestens 45 Minuten braucht, bis es am Einsatzort in Oer-Erkenschwick eintrifft. „In dringenden Notfällen mussten wir deshalb improvisieren“, sagt Gerd Pokorny.

Diese Situation wird sich in Zukunft entspannen. Denn die Stadt Recklinghausen wird sich nun ebenfalls einen Schwerlast-Rettungswagen anschaffen. Das hat jetzt der Feuerwehr-Ausschuss der Nachbarstadt einstimmig so beschlossen. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug auf einem 7,5-Tonnen-Lkw-Fahrgestell mit spezieller Hebebühne und der Möglichkeit, auch Patienten in Krankenhausbetten aufzunehmen. Es ist eine rund 350.000 Euro teure Sonderanfertigung, bis zu deren Auslieferung allerdings wohl ein Jahr vergehen wird. „Wenn wir im Notfall diesen Wagen anfordern können, ist er natürlich viel schneller am Einsatzort“, sagt Pokorny, der die Recklinghäuser Investition ausdrücklich begrüßt.

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