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Der Altteil des Waldfriedhofes, auf dem hier Horst Fechner (84) Grabblumen gießt, wird durch neue Wege und alternative Bestattungsformen künftig aufgewertet.

Auf dem Waldfriedhof

Ab Juli auch Baumbestattungen möglich

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OER-ERKENSCHWICK - Ab 1. Juli sind auf dem Waldfriedhof unter anderem auch Baumbestattungen möglich. Die Fläche des Gottesackers wird konzentriert und frei werdende Areale für Ökoprojekte genutzt.

Die Stadt steht als Betreiber des Waldfriedhofs unter wirtschaftlichem Druck. Anbieter alternativer Bestattungen wie beispielsweise das Unternehmen Friedwald oder preiswerte Krematorien im benachbarten Ausland sorgen dafür, dass die Zahl der Bestattungen auf dem kommunalen Gottesacker am Haardrand abnimmt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, will die Stadt ab 1. Juli ihre Friedhofsatzung ändern und selber unter anderem Baumbestattungen möglich machen. Doch das ist längst noch nicht alles.

„Völlig unabhängig von der Satzungsänderung, die von den politischen Gremien noch abgesegnet werden muss, werden erst einmal ab dem Sommer die Wege im alten Teil des Friedhofes saniert. Diese Arbeiten sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein“, kündigt der Technische Beigeordnete der Stadtverwaltung, Bernd Immohr, an. Langfristiges Ziel der Stadt ist es, die Fläche des Waldfriedhofs zu konzentrieren. „Im unteren Teil am Haupteingang gibt es mittlerweile zahlreiche nicht mehr genutzte Grabstellen. Die sollen künftig vordringlich genutzt werden“, erläutert der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak.

Dabei werden dort dann nicht nur die klassischen Reihen-, Wahl- und Urnengräber möglich sein, es wird auch eine erste Fläche für Baumbestattungen ausgewiesen. „Wir bieten künftig auch pflegeleichte Gräber an“, sagt Grzeskowiak. Dahinter verbergen sich Sarggräber mit der Möglichkeit, Gedenktafeln anzubringen und nach Wunsch Kränze niederzulegen, die aber an einer öffentlichen Grünfläche liegen, die dann von den Grünflächenmitarbeitern des Baubetriebshofes gepflegt wird. „Damit kommen wir einem vielfach geäußerten Wunsch von Bürgern nach. Viele Angehörige wohnen nicht mehr vor Ort, die Kinder sind verzogen. Und dann bleibt niemand, der die ansonsten durchaus aufwendige Grabpflege übernimmt, wenn man nicht ein Unternehmen beauftragen möchte“, erläutert Grzeskowiak.

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