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Auch Ursula Lücking (76) ärgert sich über den schlechten Zustand der Wege auf dem Waldfriedhof. Für ihren Ehemann ist der Friedhofsbesuch mit einem Elektroscooter streckenweise eine Tortur.

Wegesanierung

Neues Konzept für alten Waldfriedhof

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OER-ERKENSCHWICK - Vor allem ältere Bürger, die auf Gehhilfen angewiesen sind, beschweren sich immer wieder über die schlechten Wege auf dem Waldfriedhof. Doch diese Situation soll sich im nächsten Jahr verbessern.

Denn der Waldfriedhof wird bis zum Herbst 2019 „runderneuert“. Dabei wird nicht nur das Wegenetz größtenteils saniert, die zukünftige Verwendung des Gottesackers am Haardrand kommt sogar grundsätzlich auf den Prüfstand. „Wir arbeiten in dieser Angelegenheit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Teschner aus Dülmen zusammen und haben nun ein Konzept fertiggestellt, nach dem wir die notwendigen Arbeiten ausschreiben können“, erklärt der Leiter des Baubetriebshofes der Stadt, Gerold Schmelter. Danach soll mit dem Rückbau von kaum noch genutzten Wegen und ehemaligen Grabflächen noch in diesem Jahr begonnen werden. Sind diese Arbeiten erledigt, kommen die Hauptwege auf dem Friedhof an die Reihe.

Und die werden asphaltiert. „Diese Wege werden auch von Grabplegediensten und unseren Fahrzeugen befahren. Außerdem soll die glatte Asphaltdecke älteren Bürgern den Besuch des Friedhofs erleichtern“, sagt Schmelter. Die verbleibenden Nebenwege werden ebenfalls neu gestaltet – und zwar mit einer „Naturdecke“ ähnlich der des Landschaftslehrpfades auf der alten Zechenbahn. Zudem werden einige Wasserbrunnen erneuert und auch das Westtor von der Straße Am Stimbergpark wird modernisiert. Voraussetzung dafür ist, dass der Kämmerer die erforderlichen Gelder von rund 350.000 Euro freigibt. Bislang stehen nämlich nur 250.000 Euro im städtischen Finanzplan.

Doch das ist in Sachen Waldfriedhof noch nicht alles. Weil immer weniger Grabflächen nachgefragt werden, wird die Stadt mit einem Fachbüro ein Zukunftskonzept für den Friedhof erarbeiten. „Hier geht es auch um alternative Bestattungsmöglichkeiten und eine eventuelle Freizeitnutzung, ohne die Totenruhe zu stören“, kündigt der städtische Fachdienstleiter, Michael Grzeskowiak, an.

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