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Die Christoph-Stöver-Realschule (Foto) und die Paul-Gerhardt-Schule laden zum Tag der offenen Tür ein.

Weiterführende Schulen

Knappe Mehrheit für Dreizügigkeit

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OER-ERENSCHWICK - In der Kommunalpolitik gibt es keine Einigkeit zur Frage, wie die Klassenstärken in den weiterführenden Schulen festgelegt werden sollen. Mit den Stimmen von SPD, CDU und Linkspartei sprach sich der Schulausschuss mit knapper Mehrheit für eine Dreizügigkeit sowohl in der Hauptschule als auch für Realschule und Gymnasium aus. Das letzte Wort hat am Donnerstag der Stadtrat.

Gegen diese Lösung stimmten Bündnis 90/Die Grünen, UWG, AfD und der FDP-Stadtverbandsvorsitzende Christian Leson, der als sachkundiger Bürger für die CDU-Fraktion im Ausschuss vertreten ist. Die BOE enthielt sich.

Hintergrund des von der Stadtverwaltung vorgelegten Beschlussentwurfes ist eine Aufforderung der Bezirksregierung, dass die Stadt – ähnlich wie im Grundschulbereich – auch für die Sekundarstufe 1 die Zügigkeiten festlegen muss. Eine Dreizügigkeit solle auch deshalb für die Paul-Gerhardt-Schule gewährleistet werden, da dort spätestens ab Klasse sieben regelmäßig ein dritter Zug gebildet werde, argumentierte Hanne Hölscher vom Schulverwaltungsamt.

Realschul-Rektor Dr. Dietmar Engfer, der Anfang 2019 in den Ruhestand geht, warb dagegen noch einmal eindringlich dafür, auf eine festgeschriebene Dreizügigkeit zu verzichten. Auch wenn die Bezirksregierung signalisiert habe, dass in Ausnahmefällen eine weitere Klasse gebildet werden könne, sei das der Weg in die falsche Richtung.

„Wir sind doch mit dem bisherigen System hervorragend gefahren“, so Engfer, dessen Schule seit Jahren stabile Anmeldungen mit vergleichsweise drei großen Klassen verzeichnet. Für eine Vierzügigkeit spricht nach Meinung des Rektors die Tatsache, dass man mehr Freiraum bei der Planung habe.

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