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So wie hier an der Heinrich-Imig-Straße strahlen viele Mehrfamilienhäuser noch den Charme der 50er/60er-Jahre aus, allerdings auch viel Energie ab, die durch schlechte Dämmung und alte Heizungsanlagen verloren geht.

Ziele für Groß-Erkenschwick

Mit Energie-Einsparung Treibhausgase reduzieren

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OER-ERKENSCHWICK - 12,6 Prozent der Treibhausgas-Emmissionen (CO2) sollen in Groß-Erkenschwick bis 2023 eingespart werden. Dieses Ziel formuliert das jetzt vorliegende „Integrierte energetische Quartierskonzept“.

Im Oktober 2017 fiel am Stimberg der Startschuss für das Projekt „Innovation City Roll out“. Oer-Erkenschwick ist eine von 17 Ruhrgebietsstädten mit 20 Quartieren, die dafür ausgewählt wurden. Das Projekt wird komplett vom Land NRW mit drei Mio. Euro gefördert. In OE sollen dabei unter anderem rund 850 Vivawest-Wohnungen in Groß-Erkenschwick energetisch saniert werden. Vorgesehen sind Energieeinsparungen von bis zu zwölf Prozent. Erreicht werden soll das durch die Wärmedämmung von Gebäuden, die Modernisierung der Heizungstechnik, den Einsatz von erneuerbaren Energien und die Förderung von klimagerechter Mobilität durch Ladestation für Elektroautos.

Für diese energetischen Maßnahmen gibt es öffentliche Fördermittel. Ein Sanierungsmanager soll Eigentümer, Wohnungsbaugesellschaften und Mieter bei der Umsetzung informieren und beraten. Auch dieser Sanierungsmanager wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu 65 Prozent für Personal- und Sachkosten gefördert. Die Förderhöchstsumme beträgt bei einer Laufzeit von drei Jahren 150.000 Euro. Die Stadt müsste 80.770 Euro (pro Jahr 26.923 Euro) aus eigener Tasche bezahlen. Das dafür aufgelegte KfW-Programm 432 erlaubt, dass entweder ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung das Sanierungsmanagement übernimmt oder stattdessen ein externes Büro damit beauftragt wird. Dafür kommt auch die Innovation City Management GmbH (ICM) in Frage, die bereits das Quartierkonzept erstellt und in der Modellstadt Bottrop erfolgreich umgesetzt hat.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsentwicklung soll bei seiner nächsten Sitzung am 18. Februar das weitere Vorgehen beratend und entscheiden. Dr. Heike Dierkes, Abteilungsleiterin beim ICM-Quartiersmanagement, wird das Konzept und die Fördermöglichkeiten bei dieser Sitzung vorstellen. Ein Teil des Eigenanteils von 35 Prozent kann auch durch Dritte, zum Beispiel Wohnungsgesellschaften aufgebracht werden. Für finanzschwache Kommunen, die ein Haushaltssicherungskonzept aufgestellt haben, kann der Eigenanteil auf fünf Prozent der förderfähigen Kosten reduziert werden.

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