Eine Bebauung des Stadtparks will die Bürgerinitiative verhindern.
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Eine Bebauung des Stadtparks will die Bürgerinitiative verhindern.

Bebauung des Stadtparks

Die Baupläne und der Protest - warum der Stadtpark ein umstrittenes Thema ist

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Ist eine Bebauung von Teilen des Stadtparks sinnvoll? Darüber wird in Oer-Erkenschwick weiter heftig debattiert. Eine Bürgerinitiative macht mobil.

Mit der Übergabe von 1290 Unterschriften an die Stadtverwaltung ist zwar die Online-Petition der Bürgerinitiative (BI) „Rettet den Stadtpark“ abgeschlossen. „Doch wir setzen uns weiter dafür ein, dass die Pläne nicht umgesetzt werden“, sagen die BI-Sprecher Doris Stolte, Armin Ziesmann und Sebastian Schroer. Und sie machten im Gespräch mit der Ersten Beigeordneten Gabriele Langemeier-Conrad deutlich, dass man weiter für den Erhalt des Stadtparks kämpfen werde. Notfalls auch per Bürgerbegehren oder Bürgerentscheid.

Oer-Erkenschwick: 150 Wohneinheiten im Gespräch

Die Hintergründe des Themas: Die Essener Fakt AG ist an dem Bau von rund 150 Wohneinheiten auf dem Stadtparkgelände interessiert. Seit diese Idee öffentlich ist, sorgt sie für reichlich Diskussionen. Auch in der jüngsten Stadtrat-Sitzung wurde über den Projektvorschlag lange und kontrovers diskutiert. Am Ende beschloss eine Mehrheit von SPD, CDU, BOE und Linkspartei, weitere Gespräche über Baumodalitäten und auch über mögliche andere Standorte zu führen.

Denkbar ist laut Fakt AG eine Mischung aus mehrgeschossigem sozialem Wohnungsbau, sowie Ein- und Zweifamilienhäusern. In der Mitte könnte an zwei Stellen eine Kinderspielfläche entstehen. Außerdem soll der auf dem Gebiet entlang der Schultenstraße unterirdisch verlaufene Westerbach wieder an die Oberfläche geholt und dort als Bachlauf mit kleinem See das Stadtklima verbessern.

An der "grünen Oase" in Oer-Erkenschwick festhalten

Für die Bürgerinitiative um Ziesmann (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) und Schroer (Vorsitzender des Ortsverbandes „Die Partei“, nicht im Rat vertreten) ist das keine Alternative. Sie will mit allen Mitteln an der „grünen Oase“ in der City festhalten. „Eine Bebauung und Versiegelung des Stadtparks verringert erheblich die Lebensqualität.“

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Die Essener Fakt AG hat in Oer-Erkenschwick nicht nur die Bebauung des Stadtparks im Visier. Hier lesen Sie weitere Pläne.

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Nachgefragt: Laut Bürgermeister Carsten Wewers soll der Stadtpark auf keinen Fall zubetoniert werden.

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