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Für Radfahrer sollte die Stadt in der Zukunft – wie auf diesem Symbolfoto – mehr Schutzzonen ausweisen. Unter anderem die Ludwigstraße haben sich die Verkehrsplaner dafür ausgeguckt.

Mobilitätskonzept

Sperrungen in der City - so könnte die Stadt den Verkehr in Oer-Erkenschwick neu ordnen

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Straßenvollsperrungen, neue Verkehrsführungen und mehr Schutz für Radfahrer - das sind die Vorschläge des Verkehrsplaners für eine Neuordnung des Verkehrs.

  • Fachbüro "Planersocietät" stellt erste Maßnahmenideen für eine Neuordnung des Cityverkehrs vor
  • Vollsperrung der Stimbergstraße zwischen den City-Kreiseln möglich
  • Stimbergstraße könnte unechte Einbahnstraße werden

Um den Pkw-Verkehr in der City von Oer-Erkenschwick zu reduzieren, könnte die Stimbergstraße zwischen den Kreisverkehren am Berliner Platz und der Ewaldstraße voll gesperrt werden. Zulässig wären dann nur noch Busse und Fahrräder und natürlich Fußgänger. Das ist eines der Zwischenergebnisse im Zuge der Erstellung der städtischen Mobilitätskonzeptes für die Stimbergstadt. Vorgestellt wurden sie von Diplom-Ingenieur Christian Bexen, Verkehrsplaner des Fachbüros Planersocietät aus Dortmund, das mit der Konzepterstellung beauftragt ist. 

Oer-Erkenschwick: Straße "Am Schillerpark" stärker nutzen

Um die Ludwigstraße zu entlasten, könnte der Verkehr hinter der Neuen Mitte über die Straße „Am Schillerpark“ für den Verkehr genutzt werden. Um den Verkehr auf der Stimbergstraße zu reduzieren, könnte diese Hauptverkehrsader zu einer unechten Einbahnstraße werden. Der Verkehrsplaner schlägt vor, die Nutzung der Stimbergstraße in Richtung City spätestens ab Hovelfeldweg zu untersagen. Umgekehrt könnte der Verkehr vom Berliner Platz aber in Richtung Süden abfließen. Ein weiteres Untersuchungsergebnis der Verkehrsplaner: Viele Querungshilfen über Oer-Erkenschwicker Straßen wie Zebrastreifen entsprechen vor allem in Sachen Barrierefreiheit nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Außerdem besteht an mehreren Stellen in der Stadt Bedarf an weiteren Maßnahmen für das gefahrlose Überqueren von Fahrbahnen. 

Radverkehr in Oer-Erkenschwick ist ein Schwerpunkt

Auch beim Thema Radinfrastruktur besteht Handlungsbedarf in der Stadt. So sollte das Radwegenetz in der Stadt ausgeweitet werden. Verbesserungen seien auch an der Ludwigstraße möglich. Die Landstraße ist breit genug, um einen 1,5 Meter breiten Schutzstreifen für Radfahrer anzulegen. Ebenfalls interessant: Immer mehr Berufspendler legen ihre Strecke zum Arbeitsplatz und wieder zurück nach Hause mit einem E-Bike oder einem Pedelec zurück – auch in angrenzende Nachbarstädte. „Hier sollte man gemeinsam mit den Nachbarkommunen über die Auswiesung von Pendlerrouten nachdenlen“, meinte Christian Bexen. Grundsätzlich, so Bexen, sei der Radverkehr einer der Schwerpunkte des Mobilitätskonzeptes.

Verkehrszählungen in Oer-Erkenschwick sein Ende März 2019

Seit Ende März 2019 haben Verkehrszählungen an sieben Knotenpunkten in der Stadt stattgefunden. Die höchste Belastung liegt dabei mit rund 10.000 Fahrzeugen an der Schillerstraße, auf der Stimbergstraße wurden bis zu 7000 Fahrzeuge am Tag gezählt. Auch die Parkraumauslastung wurde überprüft. Ergebnis: Rund um das Rathaus herrscht der höchste Parkdruck. Sobald man sich nur wenige Hundert Meter vom Zentrum entfernt, dann sind freie Parkplätze schnell verfügbar. Im Durchschnitt gibt es ausreichend Parkplätze, so der Verkehrsplaner. Denn die Stellflächen in der Stadt seien im Schnitt nur zu rund zwei Dritteln ausgelastet. 

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