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Die größten Löcher werden vor Aufbringung der Deckschicht mit Heißasphalt gefüllt. Die roten und gelben Pfeile markieren keinen neuen Wanderweg, sondern dienen als Orientierung für Hochdruckreiniger und Kleinverleger.

Pleiten, Pech und Corona

Schlaglöcher auf den Wegen werden noch größer - das passiert auf dem Waldfriedhof 

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Ab 28. April sollten die Hauptwege auf dem Waldfriedhof endlich asphaltiert werden. Bisher ist davon noch nichts zu sehen, beklagen Friedhofsbesucher.

  • Gesamtkosten belaufen sich auf 400.000 Euro
  • 10.000 Quadratmeter Hauptwege bekommen neue Asphaltdecke
  • Arbeiten haben im August 2019 begonnen    
Stattdessen sind die Schlaglöcher tatsächlich noch größer geworden. Entwickelt sich die schon im vergangenen Jahr begonnene Wegesanierung auf dem Friedhof zu einer unendlichen Geschichte? Nein, die beauftragte Firma Kutter Spezialstraßenbau hat tatsächlich Ende April mit den Arbeiten begonnen. Bloß gleich am ersten Tag hat die Asphaltiermaschine, ein sogenannter Kleinverleger, den Geist aufgegeben. Ein Maschinenschaden war schon vergangenes Jahr der Grund dafür, dass die Wegesanierung nicht im September erfolgen konnte.

Neue Maschine erst im Juni in Oer-Erkenschwick 

Neben Pleiten, Pech und Pannen hat dann noch die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass sich die Arbeiten weiter verzögern. „Wir sind bundesweit im Einsatz. Leider haben uns die harten Hygieneauflagen, etliche Quarantänefälle, kein Desinfektionsmittel und fehlende Unterbringungsmöglichkeiten für unsere Arbeiter einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Bauleiter Markus Mehnert von der der Baufirma aus Hanau. Zwar hat Kutter inzwischen einen neuen Kleinverleger, eine Sonderanfertigung für 600.000 Euro, bekommen. Die Maschine ist aber auf einer anderen Baustelle im Einsatz und wird erst Ende Juni in OE zur Verfügung stehen. 

Hochdruckreiniger saugt Dreck von den Wegen  

Bisher macht die Kolonne den Weg frei für die neue dünne Asphaltdeckschicht in Kaltbauweise (kurz DSK). Eine Kehrmaschine hat bereits sämtliche maroden Wege gefegt. Den letzten Dreck holt danach ein Riesen-Hochdruckreiniger mit Sauger von den Wegen. Dieses Fahrzeug ist auch noch in der nächsten Woche im Einsatz. Außerdem füllt eine Kolonne der Firma BBK-ASP seit Mittwoch die größten Löcher vorab mit Heißasphalt. „Etwa 40 Tonnen Dreck, dreimal so viel, wie erwartet, haben wir von den Hauptwegen gesaugt“, sagt Mehnert. Wenn der Kleinverleger Ende Juni mit der Asphaltdeckschicht beginnt, müssen die Friedhofsbesucher noch für drei bis vier Wochen mit Behinderungen rechnen.

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