Am 13. September findet die Kommunalwahl statt.
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Am 13. September findet die Kommunalwahl statt.

Vor der Kommunalwahl

Mit einem AfD-Kandidaten auf dem Podium? - das sagt der Bürgermeister

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Sollte die AfD für die Bürgermeister-Wahl am 13. September einen eigenen Kandidaten benennen, wird es keine Podiumsveranstaltung mit dem Antsinhaber geben.

  • Es gibt unterschiedliche Sichtweisen in den Städten zu Podiumsdebatten mit AfD-Bewerbern.
  • Der Oer-Erkenschwicker Bürgermeister grenzt sich deutlich ab.
  • In Dortmund gibt es einen breiten Konsens.

Eine einheitliche Linie, wie man im Vorfeld der Kommunalwahl bei Podiumsdiskussionen mit möglichen Bürgermeisterkandidaten der AfD umgeht, gibt es zurzeit nicht. In Dortmund kündigen die Oberbürgermeister-Kandidaten von CDU, SPD und Grünen gemeinsam an, dass sie an keiner Veranstaltung teilnehmen werden, an der AfD-Kandidaten beteiligt sind. In Recklinghausen ist von einem Boykott dagegen noch nicht die Rede. 

Oer-Erkenschwick: Wewers folgt Dortmunder Modell

In Oer-Erkenschwick will der amtierende Bürgermeister Carsten Wewers (CDU), der am 13. September erneut kandidiert, will dem Dortmunder Modell folgen. „Ich stehe für eine Podiumsdiskussion mit einem AfD-Kandidaten nicht zur Verfügung“, machte er jetzt deutlich.

Zwar werde er im Wahlkampf das Gespräch mit Menschen suchen, die meinten, der AfD ihre Stimme geben zu wollen. Auf dem Podium aber mit einem Kandidaten dieser Partei zu debattieren, komme für ihn nicht infrage.

Oer-Erkenschwick: "Ein schwieriges Feld"

Christian Wegner, BM-Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen in Oer-Erkenschwick, hat mit dem Thema ebenfalls seine Probleme, sieht sich aber auch im Zwiespalt. „Das ist ein schwieriges Feld. Auch ich verspüre eigentlich keine Lust auf eine solche Auseinandersetzung mit einem AfD-Kandidaten. Andererseits muss man sich anderen Meinungen stellen und dann eben Gegenargumente bringen.“

In Recklinghausen halten es sich die BM-Bewerber noch offen, in welcher Form sie möglicherweise Veranstaltungen boykottieren. Amtsinhaber Christoph Tesche (CDU) sagt, wenn es darum gehe, sich sachlich mit der AfD auseinanderzusetzen, scheue er die Konfrontation nicht. Die Teilnahme an Podiumsdebatten hänge aber auch davon ab, wie sich die AfD verhalte und äußere. Für SPD-Kandidat Andreas Becker müssten sich alle Kandidaten bei einem Boykott einig sein.

Ob in Oer-Erkenschwick die AfD überhaupt einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten stellen wird, ist indes noch offen. Politische Beobachter können sich das aber durchaus vorstellen.

Hier gibt es alles rund um die Kommunalwahl 2020.

Bündnis 90/Die Grünen setzt bei der Wahl auf einen eigenen Bewerber für das Bürgermeister-Amt.

Die CDU schickt den amtierenden Amtsinhaber ins Rennen.

Dagegen verzichtet die SPD auf einen eigenen Kandidaten.

Linke aus Oer-Erkenschwick rüstet sich für Kommunalwahl - das ist ihr Bürgermeisterkandidat.

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