Auf die Problemeinmündung Brand-/Johannesstraße in Oer-Erkenschwick weist Anwohner Dieter Stuttkewitz hin.
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Auf die Problemeinmündung Brand-/Johannesstraße in Oer-Erkenschwick weist Anwohner Dieter Stuttkewitz hin.

Vorfahrtsproblem

Links vor rechts an der Johannesstraße - geht hier alles mit rechten Dingen zu?

  • Jörg Müller
    vonJörg Müller
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Eigentlich gilt da, wo es nicht anders geregelt ist, rechts vor links im Straßenverkehr. An der Johannesstraße gibt es aber auch links vor rechts.  

  • Anwohner Dieter Stuttkewitz moniert für viele unklare Vorfahrtssituation
  • Pkw-Fahrer sind außerdem deutlich zu schnell unterwegs
  • Stadt verspricht Abhilfe in Form eines zusätzlichen Schildes

Dieter Stuttkewitz wohnt seit 30 Jahren in der Honermann-Siedlung in Oer-Erkenschwick. „Ganz offenbar haben viele Autofahrer vergessen, dass man in einem verkehrsberuhigten Bereich nur Schrittgeschwindigkeit fahren darf und beim Verlassen dieser Verkehrszone wartepflichtig ist“, erklärt der 59-Jährige, der Eigentümer eines Hauses an der Brandstraße ist. 

Viele Autofahrer sind in Oer-Erkenschwick zu schnell

Und eben diese Brandstraße mündet in die Johannesstraße. Diese Johannesstraße ist ab dem Mühlenweg (RWE-Sportgelände in Oer-Erkenschwick) bis zur Brandstraße ein verkehrsberuhigter Bereich. Der Beginn dieses Bereichs wird mit einem blauen Verkehrsschild mit weißen Piktogrammen angezeigt. Alle Verkehrsteilnehmer sind in einem solchen Bereich gleichberechtigt und es darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. „Und da fängt das Problem schon an. Die meisten Autofahrer sind zu schnell. Und das sogar ohne Schuldbewusstsein. Die wissen offenbar nicht, dass nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist“, erklärt Stuttkewitz. Übrigens: Was erlaubt ist, und was nicht, das wissen auch einige Anwohner der Stimbergstraße offenbar nicht

Komplizierte Einmündung in Oer-Erkenschwick 

Noch komplizierter ist für viele Verkehrsteilnehmer die Einmündungssituation im Bereich der Brandstraße in Oer-Erkenschwick. Denn: Wer aus Marl unter der Eisenbahnunterführung auf die Johannesstraße biegt, erkennt sofort, dass er den von rechts von der Brandstraße kommenden Fahrzeugen Vorfahrt gewähren muss. Doch auch in Gegenrichtung gilt auf der Johannesstraße: Die Brandstraße hat Vorfahrt, obwohl die auf ihr fahrenden Verkehrsteilnehmer von links kommen.

Oer-Erkenschwick: Einleuchtende Begründung

Der Grund dafür ist vergleichsweise einleuchtend, wenn auch kompliziert: Der verkehrsberuhigte Bereich auf der Johannesstraße in Oer-Erkenschwick endet unmittelbar vor der Einmündung der Brandstraße. Das wird durch das blaue Verkehrszeichen mit weißen Piktogrammen und einem roten Diagonalstrich angezeigt. Eine weiß-graue Pflasterung weist zusätzlich darauf hin, dass man an dieser Stelle einen verkehrsberuhigten Bereich verlässt und somit wartepflichtig ist. 

Viele Beinahe-Unfälle in Oer-Erkenschwick

„Und im Winter bei Matsch und Schnee sieht man die weiß-graue Pflasterung oft gar nicht. Hier hat es schon viele Beinahe-Unfälle gegeben. Wir Anlieger würden uns freuen, wenn die Stadt hier für mehr Klarheit in Sachen Vorfahrtsregelung sorgen würde“, sagt Dieter Stuttkewitz. Genau das soll bis zum Ende der Sommerferien geschehen. „Ich werde mir die geschilderte Situation noch einmal anschauen. Und danach werden wir für diese Einmündung wohl in Form eines Verkehrsschildes eine klarere Regelung finden“, verspricht der städtische Fachdienstleiter Michael Grzeskowiak.

Kurz vor dem Ende der Sommerferien soll übrigens auch der Auftrag für den Abriss des Maritimo-Freibades gegeben werden. Das wird bekanntlich neu gebaut. Geplante Eröffnung des Neubaus soll im Frühsommer 2022 sein. 

Eine merkwürdige Geschichte aus der Rubrik "Neues aus Schilda" gibt es aus dem Stadtpark zu berichten.

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